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Trumps Zölle: Handelskrieg droht! Auswirkungen auf Wirtschaft und Verbraucher

US-Präsident Donald Trump hat am 5. April 2025 eine 10-prozentige Zollgebühr auf zahlreiche Importgüter eingeführt. Diese Maßnahme könnte einen globalen Handelskrieg auslösen und negative Folgen für die Wirtschaft haben.

Am 5. April 2025 traten die umfassendsten Zölle der Trump-Administration in Kraft. Die 10-prozentige „Basis“-Zollgebühr wird auf zahlreiche Importwaren erhoben und betrifft unter anderem Länder wie Australien, Großbritannien und China. Diese Maßnahme hat bereits Besorgnis über einen möglichen globalen Handelskrieg ausgelöst. Wie Al Jazeera berichtet, wurde die Zollgebühr am Samstag um 12:01 Uhr ET in den US-Häfen, Flughäfen und Zolllagern aktiviert.

Die US-Regierung begründet die Zölle mit einem „Fehlen von Gegenseitigkeit“ in den Handelsbeziehungen und hohen Mehrwertsteuern. Ein Bulletin der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) gab bekannt, dass für Fracht, die um Mitternacht auf dem Wasser war, keine Schonfrist gilt. Lediglich Fracht, die vor 12:01 Uhr ET geladen wurde, ist bis zum 27. Mai von den Zöllen ausgenommen. Ab dem 9. April sollen bereits höhere Zölle von 11 bis 50 Prozent in Kraft treten.

Reaktionen und Warnungen

Ökonomen weltweit äußern sich skeptisch zu Trumps Zollpolitik. Viele warnen, dass die neuen Zölle negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben könnten. Michael Strain vom American Enterprise Institute weist darauf hin, dass diese Maßnahmen die Wirtschaft dämpfen und die Inflation anheizen könnten. In einer Zeit, in der die globalen Handelsströme tendenziell liberalisiert wurden, gibt es Bedenken, dass die USA sich durch Zölle aus der internationalen Arbeitsteilung zurückziehen.

Die Handelsbilanz der USA ist bereits negativ, und die Einführung solcher Zölle könnte dazu führen, dass die Produktionskosten steigen, was letztlich die amerikanischen Verbraucher belastet. Trump selbst warnte, dass China „es falsch gespielt“ habe, und drohte mit weiteren Zöllen. Am 10. April wird China einen eigenen 34-prozentigen Zoll auf US-Produkte erheben, was die Spannungen zwischen den beiden Mächten weiter verstärkt. Handelskonflikte könnten dazu führen, dass die Preise für importierte Waren steigen und auch die Produktionskosten innerhalb der USA anziehen.

Historische Parallelen

Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre werden wach, als hohe Zölle wie das Smoot-Hawley-Zollgesetz zu einer globalen Handelskrise führten. Der ehemalige Generaldirektor der Welthandelsorganisation, Roberto Azevdo, warnt vor ähnlichen Konsequenzen, die durch Trumps Politik ausgelöst werden könnten. Carsten Brzeski, Chefvolkswirt Europa der ING Bank, sieht eine alarmierende Ähnlichkeit in den aktuellen Entwicklungen mit dem Protektionismus der 1930er-Jahre.

Einige Ökonomen, wie Jörg Krämer von der Commerzbank, sind jedoch vorsichtiger und führen an, dass die heutige wirtschaftliche Lage anders ist. Die Zentralbanken haben heute mehr Handlungsfreiheit als in den 1930er-Jahren und könnten durch geldpolitische Maßnahmen gegensteuern. Dennoch warnen die Experten, dass die Zölle die USA ins eigene Fleisch schneiden könnten und langfristig zu einem Verlust von Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe führen könnten.

Der Weg nach vorn

Während die Zölle in Kraft sind, bleibt abzuwarten, wie andere Länder auf diese Maßnahmen reagieren werden. Schwellenländer haben bereits begonnen, ebenfalls Zölle zu erheben, was die Angst vor einem umfassenden Handelskrieg schürt. Wie Deutschlandfunk bemerkt, haben Zölle in der Vergangenheit oft zu einem Anstieg der Preise importierter Waren geführt und heimische Industrien geschützt.

Im Moment scheinen die globalen Handelsdynamiken in einem kritischen Zustand zu sein. Der Kurs der internationalen Beziehungen wird maßgeblich von den wirtschaftlichen Entscheidungen der USA beeinflusst. Laut Tagesschau sind die möglichen Perspektiven ungewiss, während sich die Welt auf neue Entwicklungen einstellen muss.

Referenz 1
www.aljazeera.com
Referenz 2
www.deutschlandfunk.de
Referenz 3
www.tagesschau.de
Quellen gesamt
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