
Am 2. April 2025 zeichnet sich ein turbulentes Bild an den Finanzmärkten ab, während US-Präsident Donald Trump erneut mit Zöllen droht. Diese Zölle, deren Details bis zum Handelsschluss an der Wall Street unklar blieben, könnten erhebliche Folgen für die globale Handelslage haben. Währenddessen schlossen die New Yorker Börsen im Plus: Der Dow Jones legte um 0,56% auf 42.225 Punkte zu, und der Nasdaq 100 stieg um 0,75% auf 19.581 Punkte, wie tagesschau.de berichtet.
Die Unsicherheiten um die Zollpolitik beeinflussen die Märkte, da der DAX um 0,66% auf 22.390 Punkte fiel, nachdem er während des Tages sogar ein Minimum von 22.142 Punkten (-1,7%) erreicht hatte. Dies geschieht in einem Umfeld, in dem der Auftragseingang der US-Industrie im Februar um 0,6% anstieg und die Goldpreise, die auf 3.125 Dollar je Feinunze stiegen, ebenfalls auf die Unsicherheiten in der gegenüberliegenden Richtung reagieren.
Die Zollpolitik und ihre globalen Implikationen
Trump kündigte am Mittwochabend im Rosengarten des Weißen Hauses ein neues Zollpaket an und bezeichnete den Tag als „Tag der Befreiung“. Die Zollpläne könnten den internationalen Handel erheblich beeinflussen, da die USA erneut darüber nachdenken, die Importzölle zu erhöhen. Diese Rechnung könnte vor allem die europäische Wirtschaft belasten, wie euronews.com detailliert darlegt.
Bereits am 12. März 2023 führte die US-Regierung einen Zoll von 25 Prozent auf Stahl- und Aluminiumimporte ein, was eine Reaktion der EU hervorrief und die Gefahr eines transatlantischen Handelskriegs erhöhte. Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, äußerte, dass solche Zölle „schlecht für die Wirtschaft und noch schlechter für die Verbraucher“ seien. Wirtschaftswissenschaftler wie Vassilios Psarras warnen, dass diese Maßnahmen die Produktionsketten in der EU stören könnten.
Ein Ausblick auf die künftigen Handelsbeziehungen
Die EU plant, mit Gegenmaßnahmen im Umfang von 26 Milliarden Euro auf die Zölle zu reagieren, was inflationäre Auswirkungen auf die Bürger zur Folge haben könnte. Untersuchungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft zeigen, dass die US-Zölle in erster Linie den USA selbst schaden, insbesondere in Bezug auf Inflation und Beschäftigung. Analysten diskutieren bereits über die Gefahr einer möglichen Rezession in den USA, die auch weitreichende Konsequenzen für Europa haben könnte.
Zusätzlich zeigt sich, dass Trump plant, reziproke Zölle einzuführen, was bedeutet, dass die USA und die EU ähnliche Importregeln etablieren könnten. Der Einfuhrzoll auf Autos in den USA könnte beispielsweise von 2,5% auf 25% erhöht werden, während der Zoll in der EU bei 10% bleibt. Diese Zölle sollen zwar den heimischen Markt schützen, werden aber als potenzielle Bremsen für Innovation und Preiswettbewerb kritisiert, wie rnd.de ausführt.
Die Diskussion über Zölle und Handelshemmnisse bleibt komplex. Während die Welthandelsorganisation (WTO) faire Handelspraktiken und einheitliche Regeln fördert, blockieren die USA faktisch die Konfliktschlichtungsmechanismen der WTO. Der Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), die zwischen 2013 und 2016 verhandelt wurde, blieb ohne Ergebnis, und die Bedenken bezüglich Lebensmittelstandards in Europa verstärkten die Skepsis gegenüber solch großen Handelsabkommen. Die kommenden Entwicklungen im Handel werden entscheidend sein, sowohl für die USA als auch für die EU.