
Am 2. April 2025 wird US-Präsident Donald Trump eine Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses abhalten, um einen umfangreichen neuen Zollplan bekanntzugeben. Der Tag wird von Trump als „Liberation Day“ oder Tag der Befreiung bezeichnet. In der Ankündigung wird es um weitreichende Zölle gehen, die als Gegenzölle eingeführt werden sollen, um die Zollsatzpraktiken anderer Länder zu spiegeln. Experten warnen allerdings, dass es zu weitreichenden negativen Folgen für die US-Wirtschaft kommen könnte, die an die turbulenten Zeiten der 1930er Jahre erinnern. fr.de berichtet, dass der durchschnittliche Zollsatz in den USA auf über 16 Prozent ansteigen könnte – der höchste Stand seit der Großen Depression.
Schon jetzt sind die Befürchtungen vor einer möglichen Rezession und einem Börsencrash greifbar. Dies könnte in direktem Zusammenhang mit den zukunftsweisenden Zöllen stehen, die Trump plant. Laut Beratern könnte ein allgemeiner Zollsatz von 20 Prozent auf alle weltweite Importe eingeführt werden, um den Druck auf die heimische Wirtschaft zu erhöhen. Diese Strategy wird von Trumps Regierung als notwendige Maßnahme für eine Umgestaltung des Welthandelssystems angesehen. watson.ch beschreibt, dass die angekündigten Zölle „sofort“ nach Trumps Auftritt in Kraft treten sollen.
Geplante Zöllen und betroffene Sektoren
Die Details der Zollpläne sind bereits durchgesickert. Der Präsident plant, Zölle gegen zahlreiche Länder einschließlich China, Russland und der EU einzuführen. Die folgenden Zölle wurden angekündigt:
- Kanada und Mexiko: Verschiebung angekündigt, neuer Aufschub möglich.
- Öl oder Gasimporte aus Venezuela: 25 Prozent auf alle Waren.
- EU: 25 Prozent Zölle auf alle Importe.
- China: 20 Prozent Zölle (bereits in Kraft).
- Russland: Zusätzliche Zölle auf Öl, abhängig von der Situation im Ukraine-Krieg.
- Landwirtschaftliche Produkte: Zölle auf alle „ausländischen“ Produkte, Höhe unbekannt.
- Stahl und Aluminium: 25 Prozent auf Importe (bereits in Kraft).
- Autos und Autoteile: 25 Prozent auf alle Importe.
- Halbleiter und Pharmaprodukte: Mögliche Zölle von 25 Prozent und höher.
Obwohl die Pläne von Trump oft von nationalistischen Idealen geprägt sind, gibt es auch Hinweise darauf, dass die Zölle nicht unproblematisch sind. nzz.ch stellt fest, dass die Steuerlast durch die Zölle letztlich von den amerikanischen Konsumenten getragen wird, was zu einem Kaufkraftverlust führen kann, während die Preise für importierte Waren steigen. Wirtschaftsexperten warnen, dass die Konsequenzen der Zollpolitik möglicherweise massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben und bis zu 350.000 Arbeitsplätze kosten könnten. Zudem könnte die Einführung der Zölle die Produktion in den USA zurückdrängen und die Preise in die Höhe treiben.
Reaktionen und internationale Gegenmaßnahmen
Die internationalen Reaktionen auf Trumps Zollpläne sind bereits deutlich zu spüren. Die EU, Kanada und China haben gegenmaßnahmen angekündigt. Europa plant, am 13. April höhere Zölle auf US-Produkte wie Harley-Davidson-Motorräder und Bourbon zu erheben. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat bereits erklärt, dass die EU entschlossen handeln werde, falls Trump seine Pläne in die Tat umsetzt. Gleichzeitig bereiten Kanada und Mexiko Vergeltungszölle vor. In der gesamten internationalen Gemeinschaft gibt es klare Hinweise auf die Gefahr eines Handelskrieges.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trump mit seinem Zollplan eine volatilen Phase im internationalen Handel auslöst, die nicht nur die US-Wirtschaft, sondern auch die globalen Handelsbeziehungen gefährden dürfte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und welche langfristigen Auswirkungen diese drastic changes haben könnten.