
Am 5. Januar 2025 fand in Bischofshofen die Entscheidungsqualifikation zur Vierschanzentournee statt. Dabei zeigten die Athleten erneut beeindruckende Leistungen, wobei insbesondere die Österreicher dominierten. Stefan Kraft, der auf dem besten Weg ist, sich einen festen Platz in der Geschichte des Skispringens zu sichern, gewann die Qualifikation und demonstrierte dabei sein außergewöhnliches Talent.
Maximilian Ortner und der Schweizer Gregor Deschwanden folgten ihm auf den Plätzen zwei und drei. Der beste deutsche Springer war Andreas Wellinger, der sich mit einem neunten Platz für das Abschlussspringen qualifizierte. Wellinger äußerte sich zufrieden über die Leistungen seines Teams und betonte die positive Stimmung innerhalb der Gruppe, was ihm offenbar zusätzliche Motivation gab.
Stefan Kraft: Ein Phänomen des Skispringens
Stefan Kraft ist ein bemerkenswerter Athlet, der 2015 die Vierschanzentournee gewann und zu diesem Zeitpunkt erst 21 Jahre alt war. Er ist bekannt dafür, dass bei einem Sieg viel zusammenpassen müsse, „und dass Glück dazugehöre“, wie er selbst einmal äußerte. Seit seinem Sieg vor zehn Jahren dominieren die Österreicher die Tournee, während andere Nationen, wie Polen mit Kamil Stoch und Japan mit Ryoyu Kobayashi, ebenfalls große Erfolge feiern konnten.
In der laufenden Tournee führt Kraft vor dem letzten Wettkampf in Bischofshofen mit einem knappen Vorsprung von 0,6 Punkten auf Jan Hörl. Daniel Tschofenig, der Dritte im Bunde, liegt nur 0,7 Punkte hinter Hörl zurück. Im Gegensatz dazu kämpfen einige deutsche Springer wie Wellinger und Karl Geiger, ihre Topleistung abzurufen. Insbesondere Wellinger hat in der Vergangenheit auf diesem höchsten Niveau brilliert und bemängelte, dass sich die Grundstimmung im deutschen Team seit Krafts erstem Sieg kaum verändert hat.
Ein Blick auf die Geschichte der Vierschanzentournee
Die Vierschanzentournee hat im Sport eine herausragende Bedeutung. Sie wurde 2001/02 durch den ersten Gesamtsieger Sven Hannawald bekannt, der als Erster alle vier Einzelkonkurrenzen gewinnen konnte. Dies wurde später von Kamil Stoch bei der Tournee 2017/2018 wiederholt. Zudem gewann Ryoyu Kobayashi den Grand Slam bei der 67. Vierschanzentournee.
Die Entwicklung des Ereignisses zeigt sich auch durch die stetigen Modernisierungen der Wettkampfstätten. Nach dem Neubau der Schanze in Partenkirchen im Jahr 2007 haben alle vier Tournee-Orte neue Schanzenanlagen erhalten. Aktuell wird die Vierschanzentournee von Dr. Peter Kruijer geleitet, der seit Sommer 2021 Präsident ist.
Die Vierschanzentournee bleibt ein Höhepunkt im Skisprungkalender, mit Athleten, die um Ruhm und Ehre kämpfen. Die bevorstehenden Wettbewerbe werden sicherlich neue Geschichten und Rekorde liefern.