
Laura Loomer, eine umstrittene ultrarechte Aktivistin, hat einen signifikanten Einfluss auf die Politik von US-Präsident Donald Trump genommen. Laut einem Bericht von ZVW drängte Loomer Trump, mehrere Mitglieder seines Nationalen Sicherheitsrats zu entlassen. Bei einem 30-minütigen Treffen mit Trump äußerte sie Bedenken, dass die Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats nicht loyal genug seien. An dem Treffen nahmen auch Trumps Vize JD Vance sowie der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz teil.
Folglich wurden sechs Mitarbeiter entlassen, darunter ein führender Mitarbeiter für Geheimdienste. Loomer, die Trump schon während seines Wahlkampfs unterstützte, ist für ihre provokanten Äußerungen über politische Gegner bekannt. So beschuldigt sie unter anderem die demokratische Führung um Präsident Joe Biden, hinter einem Attentat auf Trump zu stecken und bezeichnete die islamistischen Anschläge vom 11. September 2001 als Insider-Job.
Kontroversen und Parteiinternen Widerstand
Ihre extreme Rhetorik und die Ansichten über Migranten und Verschwörungstheorien stoßen zunehmend auf Widerstand innerhalb der Republikanischen Partei. ZDF berichtet, dass Unterstützer von Trump wie Marjorie Taylor Greene Loomers Äußerungen als „bösartig, rassistisch und spaltend“ kritisieren. Greene rief Trump auf, sich von Loomer zu distanzieren, während Lindsey Graham, ein weiterer Trump-Unterstützer, ihre Äußerungen als „abscheulich“ bezeichnete.
Trump selbst hat auf die Kontroversen um Loomer relativ gelassen reagiert und bezeichnete sie als Unterstützerin und „Freigeist“, erwähnte jedoch, dass er wenig über ihre Ansichten wisse. Diese Distanz könnte jedoch nicht ausreichen, um die wachsenden Bedenken innerhalb seiner Anhängerschaft zu zerstreuen.
Die Wurzeln von Verschwörungstheorien
Das politische Umfeld, das Loomers Ansichten nährt, hat auch tiefere Wurzeln in den Verschwörungstheorien, die infolge der Anschläge vom 11. September 2001 entstanden sind. Ein Artikel von Deutschlandfunk beschreibt, wie solche Theorien, wie die des der Theorie des „Großen Bevölkerungsaustauschs“, oft von rechtsextremen Gruppen propagiert werden. Diese Theorie behauptet, dass weiße Bevölkerungen durch Migranten verdrängt werden, und hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen.
Der Zusammenhang zwischen Loomers Rhetorik und solchen extremen Ideologien ist nicht zu übersehen. Die Narrative, die Loomer und ähnliche Aktivisten verbreiten, mobilisieren Rassisten und Islamfeinde und gefährden somit den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie. Experten warnen vor der zunehmenden Gefahr von rechtem Terror und betonen die Notwendigkeit, solche Strömungen genauer zu analysieren und zu bekämpfen.
Mit Loomers Einfluss auf die Trump-Administration könnte sich die politische Landschaft weiter radikalisieren, was sowohl für die Republikanische Partei als auch für die gesellschaftliche Entwicklung in den USA eine ernste Herausforderung darstellt.