
Am 3. April 2025 haben 111 Umweltorganisationen einen eindringlichen Aufruf an die Regierungen der Welt veröffentlicht. Sie fordern ein sofortiges Verbot der Öl- und Gasexplorationen in den Meeren, um die Gesundheit der Ozeane zu schützen. Der Aufruf erfolgt im Vorfeld der UN-Ozeankonferenz, die vom 9. bis 13. Juni in Nizza stattfinden wird. Die Aussagen der NGOs sind besonders relevant, da sie auf die schwerwiegenden Folgen hinweisen, die die Lärmbelastung für die Meeresfauna hat. Laut Nicolas Entrup von OceanCare ist der Einsatz von seismischen Druckluftkanonen, die zur Untersuchung des Meeresbodens verwendet werden, besonders schädlich.
Die Warnungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da gesunde Meere für die klimatischen Herausforderungen, vor denen wir stehen, von entscheidender Bedeutung sind. Entrup hebt hervor, dass der Klimanotstand nicht bewältigt werden kann, ohne den Ozean zu schützen und die Suche nach neuen Öl- und Gasvorkommen einzustellen. Frankreich, Spanien und Portugal haben bereits Schritte unternommen, um die Explorationen zu stoppen, was als Vorbild für andere Länder dienen könnte.
UN-Ozeankonferenz und ihre Ziele
Die UN-Ozeankonferenz hat sich das Ziel gesetzt, sowohl den Schutz der Ozeane als auch die nachhaltige Nutzung ihrer Ressourcen zu fördern. Dies steht im Einklang mit dem Ziel 14 der UN für nachhaltige Entwicklung, das die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Ozeane und ihrer Ressourcen anstrebt. Der Druck auf die Regierungen wächst, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die degradierenden Auswirkungen der Öl- und Gasförderung zu mindern.
Die bevorstehende Konferenz in Nizza wird also eine wichtige Plattform bieten, um konkrete Vereinbarungen zu treffen, die wirksame Schritte zur Reduzierung der Meeresverschmutzung und zum Schutz der marinen Biodiversität fördern sollen. In Anbetracht des akuten Klimawandels ist der Schutz der Ozeane dringlicher denn je, da sie eine zentrale Rolle im globalen Klimasystem spielen.
Parallel zu den Bemühungen auf internationaler Ebene haben sich auch viele Umweltschützer und Organisationen zusammengeschlossen, um die Öffentlichkeit und die Politik über die Gefahren der Öl- und Gasexploration im Meer zu informieren. Ihre Stimmen sind entscheidend, um Veränderungen herbeizuführen und ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen.
Für weitere Informationen über internationale Umweltentwicklung können Interessierte die Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit besuchen, die zusätzliche Einblicke zu diesem wichtigen Thema bietet. Über die Webseite bmuv.de stehen umfassende Informationen zur Verfügung.