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Skisprung-Star Anna Hollandt: Offenheit über mentale Krise!

Die Ex-Skisprung-Weltmeisterin Anna Hollandt nimmt eine Auszeit wegen mentaler Probleme. Mit #mentalhealthmatters setzt sie sich für mehr Offenheit im Sport ein und zeigt, wie wichtig psychische Gesundheit ist.

Die ehemalige Skisprung-Weltmeisterin Anna Hollandt hat kürzlich entschieden, eine längere Auszeit vom Weltcup zu nehmen. Grund dafür sind tiefgreifende mentale Probleme, die sie in den letzten Monaten belastet haben. In einem offenen Instagram-Post erklärte die 28-Jährige, dass sie sich während ihrer letzten Wettkämpfe im Januar 2023 immer tiefer in Schwierigkeiten hineingeritten hatte. Ihre schlechten Ergebnisse führten zu einem zunehmenden Selbstzweifel und der Notwendigkeit, Abstand zum Sport zu gewinnen, um an sich zu arbeiten.

Die mentale Gesundheit von Athleten rückt zunehmend in den Fokus öffentlicher Diskussionen. Laut einem Bericht auf Sportärztezeitung hat die Bedeutung der Mentalität im Spitzensport in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dennoch ist die Forschung in der Sportpsychologie und -medizin nach wie vor begrenzt. Der Mangel an geeigneter Betreuung und Unterstützung ist besonders alarmierend, da viele Sportler hohe körperliche und psychische Risiken in Kauf nehmen und oft ihre Identität stark über ihren Sport definieren.

Ein Weg zur Verbesserung

Die IOCs Kommission für mentale Gesundheit hat 640 Stressoren identifiziert, die die Gesundheit von Athleten gefährden können. Zu den häufigsten zählen Verletzungen, Misserfolge und die Angst vor dem Karriereende. Das hat auch Anna Hollandt erlebt. Trotz der Herausforderungen betont sie, dass sie nicht mit dem Skispringen aufhören möchte. Mit dem Hashtag #mentalhealthmatters zeigt sie auf Instagram, wie wichtig es ihr ist, ein Bewusstsein für solche Themen zu schaffen.

Die prominente Sportlerin hat Unterstützung von Kolleginnen wie Eva Pinkelnig und Pauline Eichhorn erhalten. Diese Solidarisierung ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den offenen Umgang mit mentalen Gesundheitsproblemen im Sport zu fördern. Hollandt setzt sich insbesondere für die Enttabuisierung gesellschaftlicher Themen ein, wie zum Beispiel Regelschmerzen, und hat dies während der Weltmeisterschaft 2023 in Planica öffentlich angesprochen.

Ein gesellschaftliches Problem

Das Verständnis von psychischen Erkrankungen im Leistungssport bleibt oft noch hinter den körperlichen Aspekten zurück. Studien haben gezeigt, dass zwischen 13 und 20 Prozent der Leistungssportler im Laufe ihres Lebens eine Depression entwickeln und bis zu 34 Prozent unter Angststörungen leiden. Diese Stigmatisierung, sowie die Meinung, dass Sportler, die über ihre Probleme sprechen, schwach seien, macht es schwierig, das Thema offen zu diskutieren. Mentaltrainer und Psychologen fordern daher, dass der körperlichen und seelischen Gesundheit Vorrang eingeräumt wird, um maximale Leistungsfähigkeit zu erreichen. Nur dann können Athleten nicht nur in ihrer Leistung glänzen, sondern auch ihre Gesundheit langfristig sichern.

Referenz 1
www.zvw.de
Referenz 3
sportaerztezeitung.com
Quellen gesamt
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