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Frauen und Männer: So unterschiedlich sind ihre Beziehungsbedürfnisse!

Eine neue Studie der Humboldt-Universität zeigt, wie Geschlechterunterschiede romantische Beziehungen prägen. Ergebnisse beleuchten den Einfluss von Partnerschaften auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Am 6. Januar 2025 präsentiert eine aktuelle Studie, die von Iris Wahring von der Humboldt-Universität, Jeffry Simpson von der University of Minnesota und Paul van Lange von der Vrije Universiteit Amsterdam durchgeführt wurde, neue Erkenntnisse über die geschlechtsspezifischen Unterschiede in romantischen Beziehungen. Diese umfassende Analyse bezieht sich auf mehr als 50 wissenschaftliche Studien und verdeutlicht, dass romantische Beziehungen für Frauen von entscheidenderem Wert sind als für Männer. Insbesondere eine größere Präsenz von Liebesbeziehungen in Frauenzeitschriften und die oft bemitleidenswerte Darstellung von Single-Frauen in Filmen unterstreichen diese Annahme, wie HU-Berlin berichtet.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Männer im Vergleich zu Frauen stärker an festen Beziehungen interessiert sind. Diese festen Bindungen haben einen signifikant positiven Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit von Männern; ihre Lebenserwartung ist stärker von stabilen Partnerschaften abhängig. Darüber hinaus initiieren Männer Trennungen seltener und empfinden nach einer Trennung ausgeprägtere Einsamkeit.

Emotionale Bedürfnisse in Beziehungen

Ein zentrales Element der Forschungsarbeit ist die Berücksichtigung emotionaler Bedürfnisse, die als Hauptursache für die beobachteten Unterschiede zwischen den Geschlechtern identifiziert wurden. Frauen erhalten laut der Studie mehr emotionale Unterstützung durch ihr soziales Umfeld, während Männer sich stärker auf ihren festen Partnerinnen für emotionale Erfüllung verlassen. Dies hat auch einen Einfluss auf die Beziehung von Männern zu ihren Freunden und Bekannten, da sie oft weniger soziale Kontakte haben, wenn sie in einer festen Partnerschaft sind, was sich negativ auf ihre Gesundheit auswirken kann.

Zusätzlich zu den oben genannten Aspekten beleuchtet die Studie auch die Bedeutung von Freundschaften für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Soziale Normen spielen eine wesentliche Rolle in der emotionalen Unterstützung zwischen den Geschlechtern, was sich in der Wahrnehmung von Beziehungen niederschlägt.

Emotionale Auswirkungen von Beziehungsproblemen

Die Forschung über romantische Beziehungen umfasst auch die Betrachtung von emotionalem Wohlbefinden und Leiden, wie Psychologie UZH feststellt. Beziehungskonflikte verursachen häufig Unzufriedenheit im Leben, wobei Probleme in der Partnerschaft und die Angst vor Trennungen als schmerzhafte Erfahrungen wahrgenommen werden. Untersucht von Shelly L. Gable und Emily A. Impett wird deutlich, dass die individuelle Motivation in Beziehungen – sei es Annäherungs- oder Vermeidungsmotivation – sowohl das eigene als auch das emotionale Erleben des Partners beeinflusst. Annäherungsmotivierte Personen berichten von größerer sozialer Zufriedenheit, während hoch vermeidungsmotivierte Personen oft höhere Einsamkeitsgefühle erfahren.

Diese Erkenntnisse werden durch die umfassende Untersuchung der „Psychologie der Beziehung“ unterstützt, einem Buch, das sich nicht nur mit Liebesbeziehungen, sondern auch mit verschiedenen Beziehungstypen wie Eltern-Kind- und Freundschaftsbeziehungen auseinandersetzt. In der zweiten, überarbeiteten Auflage werden neue Themen wie Online-Dating und die Veränderungen in Beziehungen in multikulturellen Kontexten behandelt, wie Hogrefe hervorhebt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Bedeutung von romantischen Beziehungen und die emotionalen Herausforderungen, die damit einhergehen, sowohl das individuelle Wohlbefinden als auch die gesellschaftlichen Normen beeinflussen. Künftige Studien sollen die geschlechtsspezifischen Unterschiede in homosexuellen Beziehungen sowie in anderen kulturellen Kontexten weiter untersuchen und dazu beitragen, ein umfassenderes Verständnis für die Dynamik der menschlichen Beziehungen zu entwickeln.

Referenz 1
www.hu-berlin.de
Referenz 2
www.psychologie.uzh.ch
Referenz 3
www.hogrefe.com
Quellen gesamt
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