
Attalah Younes, ein 23-jähriger Influencer, wurde am vergangenen Samstagabend am Flughafen Berlin festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Er wird beschuldigt, am Silvesterabend eine Feuerwerksrakete abgefeuert zu haben, die eine Wohnung im dritten Stock in Brand setzte. Diese schwere Anschuldigung umfasst versuchte schwere Brandstiftung, versuchte gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung. Laut Unser-Mitteleuropa erhielt ein Video des Vorfalls, das Younes auf seinen Social-Media-Kanälen postete, über 10 Millionen Aufrufe. In dem Video zündet Younes die Rakete und richtet sie auf ein Mehrfamilienhaus, wobei die Rakete durch ein Fenster fliegt und im Inneren explodiert.
Younes zeigte sich über die heftige Reaktion der Polizei unverständlich und gab an, nicht zu wissen, wie eine Rakete funktioniere. Laut t-online.de äußerte er, dass es nie seine Absicht war, jemandem Schaden zuzufügen und entschuldigte sich bei den Mietern der Wohnung. Der Vorfall ereignete sich in einer Silvesternacht, die in Deutschland von zahlreichen Verletzungen und sogar dem Tod von fünf Menschen überschattet wurde.
Die Konsequenzen und die öffentlichen Reaktionen
Nach Younes‘ Festnahme sieht die Staatsanwaltschaft Fluchtgefahr und forderte ein Strafmaß von mindestens einem Jahr Haft. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, Younes habe mit seinem Verhalten ein möglichst großes Publikum erreichen wollen. Die Berliner Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung gegen ihn aufgenommen, und Younes wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erlassen könnte. Der Vorfall wird von Hassnachrichten und rassistischen Beleidigungen begleitet, mit denen Younes konfrontiert wurde. Er wandte sich erneut an die Öffentlichkeit und stellte in den Raum, ob die Polizei ihn für einen Flüchtling halte.
Währenddessen zeigt sich die Bilanz der Feierlichkeiten zum Neujahr in Deutschland, wie DW berichtet, überwiegend negativ. Neben dem Vorfall mit Younes gab es etwa 400 Festnahmen in Berlin im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten. In anderen Städten erlitten mindestens fünf Männer tödliche Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik, darunter zwei Männer in Sachsen und ein 24-Jähriger in Nordrhein-Westfalen. Die schwerwiegenden Vorfälle wurden von Angriffen auf Einsatzkräfte und Böller-Unfällen überschattet.
Younes, der zum ersten Mal in Deutschland ist, plant, vorerst nicht zurückzukehren. Er stammt ursprünglich aus Nablus im Westjordanland und besitzt sowohl jordanische als auch palästinensische Pässe. Er veröffentlichte ein weiteres Video, in dem er mit Freunden und dem Wohnungsbesitzer um Vergebung bittet und betont, dass die Wohnung nur geringfügige Schäden, hauptsächlich durch Brandspuren, aufwies. Dennoch bleibt die rechtliche Situation für den Influencer ungewiss, und die öffentlichen Reaktionen auf sein Verhalten sind stark polarisiert.