
Im März 2025 häufen sich in Deutschland die Meldungen über betrügerische Spam-Anrufe. Angeheuerte Täter scheinen Informationen über ihre Opfer zu besitzen und nutzen diese, um Vertrauen zu erwecken. Unter den betroffenen Personen befindet sich sogar ein neunjähriges Kind, wie Ruhr24 berichtet. Besonders häufig erreichen diese Anrufe die Menschen aus den Niederlanden (+31) und Hamburg (040).
Die App Clever Dialer hat die zehn aktuell meistgenutzten Spam-Nummern identifiziert. Dabei zeigt sich, dass die Betrüger häufig mit Gewinnspielen locken, deren Gratis-Angebote längst abgelaufen sind. Ebenso werden fingierte Abonnements als Lockmittel eingesetzt. Die Liste der identifizierten Spam-Nummern umfasst unter anderem:
Rufnummer | Land | Inhalt |
---|---|---|
+31 6 47914014 | Niederlande | Kostenfalle – Gewinnspiel |
040 85599400 | Deutschland | Kostenfalle – Gewinnspiel |
01516 2770628 | Deutschland | Kostenfalle – Gewinnspiel |
040 29996707 | Deutschland | Unseriös – Versicherung |
02131 5989953 | Deutschland | Kostenfalle – Gewinnspiel |
01522 8547300 | Deutschland | Kostenfalle – Gewinnspiel |
040 85598378 | Deutschland | Kostenfalle – Gewinnspiel |
0176 71950255 | Deutschland | Kostenfalle – Gewinnspiel |
01525 6430867 | Deutschland | Kostenfalle – Stromvertrag |
+31 6 57198052 | Niederlande | Kostenfalle – Gewinnspiel |
Die Nummer 01516 2770628 führt dabei die Liste an: Sie wurde nahezu 4.000 Mal blockiert. Experten warnen, dass Betrüger ihre Opfer unter Druck setzen, um persönliche Daten zu erlangen oder Zahlungen zu erhalten. Um sich vor diesen Machenschaften zu schützen, rät die Bundesnetzagentur, solche Spam-Anrufe zu ignorieren und diese umgehend zu melden.
Warnungen der Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur hat umfassende Maßnahmen ergriffen, um Verbraucher vor betrügerischen Aktivitäten zu schützen. Am 28. Februar 2025 warnte sie vor sogenannten CEO-Phishing-Nachrichten, bei denen sich Betrüger als Führungskräfte ausgeben und versuchen, Mitarbeiter oder Geschäftspartner über WhatsApp zu kontaktieren.
Darüber hinaus wurden in den vergangenen Monaten immer wieder Phishing-E-Mails festgestellt, die vorgaben, von der Bundesnetzagentur zu stammen. Empfänger wurden aufgefordert, ihre IBAN-Daten über einen enthaltenen Link zu aktualisieren. Diese E-Mails erwecken den Anschein von Authentizität, was eine große Gefahr für unbedarfte Nutzer darstellt.
Die Behörde hat auch Maßnahmen gegen Anrufe mit unbekannten, ausländischen Rufnummern ergriffen. Eine Vielzahl dieser Anrufe kommt aus so unterschiedlichen Ländern wie Indien (+91), Iran (+98) und Mexiko (+52). Diese Anrufe, oft über WhatsApp, bergen das Risiko, dass es zu missbräuchlichen Handlungen kommt, die die finanzielle Sicherheit der Verbraucher gefährden.