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Universität Hamburg fördert Unternehmerinnen: Jetzt bewerben!

Die Universität Hamburg fördert ab 2025 Frauen bei Unternehmensgründungen durch das Stipendienprogramm EXIST-Women. Bewerbungen sind bis zum 27. Januar 2025 möglich. Ziel ist die Stärkung weiblicher Gründerinnen und deren Netzwerke.

Am 10. Januar 2025 hat die Universität Hamburg bekanntgegeben, dass sie Frauen bei der Gründung von Unternehmen und der beruflichen Selbstständigkeit durch das Förderprogramm EXIST-Women unterstützen wird. Im laufenden Jahr stehen insgesamt zehn Stipendien zur Vergabe. Zielgruppe sind Wissenschaftlerinnen, Studentinnen mit einem abgeschlossenen Bachelor oder fortgeschrittenem Studium, sowie Absolventinnen und Mitarbeiterinnen der Universität. Die Bewerbungsfrist für die erste Runde endet am 27. Januar 2025.

Ein wesentliches Merkmal des Programms ist, dass eine konkrete Gründungsidee nicht zwingend erforderlich ist, um sich zu bewerben. Stattdessen liegt der Fokus darauf, eine Unternehmerinnenpersönlichkeit zu entwickeln. Die Antragstellung erfolgt durch Prof. Dr. Michel Clement, Frauke Nesemann und weitere Mitarbeiterinnen der Transferagentur der Universität Hamburg. Dieses Angebot ergänzt bereits bestehende Initiativen wie „Potentiale heben“ und das EXIST-Verbundprojekt „Startup Port“.

Unterstützung für angehende Gründerinnen

Die Teilnehmerinnen von EXIST-Women profitieren nicht nur von finanzieller Unterstützung, sondern haben auch Zugang zu einem umfangreichen Begleitprogramm. Dieses umfasst Qualifizierungsangebote, Coaching und Mentoring, sowie ein bundesweites Gründerinnen-Netzwerk für den Austausch von Erfahrungen. Das Vorhaben ist Teil der umfassenderen Start-up-Strategie der Bundesregierung, die darauf abzielt, die Anzahl der Gründerinnen zu erhöhen und mehr Diversität in die Gründungslandschaft zu bringen.

Laut EXIST lag die Gründerinnenquote im Rahmen der EXIST-Förderstatistik bei 25 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt. Diese Zahl zeigt eine steigende Tendenz in den letzten Jahren. Die Einführung der Förderlinie EXIST-Women soll gezielt an Hochschulen und Forschungseinrichtungen angewandte Unterstützung für Frauen in der Ideenfindungs-, Teambildungs- und Förderphase bieten.

Erweiterte staatliche Förderung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat mit diesem Programm die staatliche Unterstützung für Unternehmerinnen und Gründerinnen aus dem wissenschaftlichen Bereich erweitert. Bei einer Auftaktveranstaltung wurde die neue Förderlinie EXIST-Women mit etwa 120 interessierten Gründerinnen und Vertreterinnen von Hochschulen vorgestellt. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt, um den geringen Frauenanteil bei Start-up-Gründungen in Deutschland zu erhöhen, der in den letzten Jahren im EXIST-Programm bei rund 20 Prozent lag.

Für das Jahr 2023 stellt der Bund insgesamt 6,5 Millionen Euro für die neue Programmlinie zur Verfügung. Die Förderung ist themen- und technologieoffen und richtet sich an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Beratungsangebote für Gründerinnen anbieten. Zudem gibt es Informationen zur Antragsfrist, die zuletzt am 6. Dezember 2024 lag, die den Hochschulen und Forschungsinstituten helfen soll, sich zu vernetzen und auszutauschen. Weitere Details zur Bewerbung und den Stipendien sind auf der Webseite der Transferagentur der Universität Hamburg zu finden.

Referenz 1
www.uni-hamburg.de
Referenz 2
www.exist.de
Referenz 3
www.exist.de
Quellen gesamt
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