
Im sächsischen Bestattungswald steht Bianka Wieth und blickt auf die Urne ihres verstorbenen Mannes, Maik. Er verstarb am 7. Januar 2022 im Alter von 51 Jahren in der Uniklinik Dresden, nachdem er sich mit COVID-19 infiziert hatte. Der Weg zu diesem tragischen Ende begann Mitte Dezember 2021, als beide gemeinsam die Adventszeit erlebten. Kurz darauf entwickelten sie Erkältungssymptome und ihre Testergebnisse am 17. Dezember wiesen schließlich auf eine COVID-19-Infektion hin, wobei sich herausstellte, dass sie mit der Delta-Variante des Virus infiziert waren.
Die Delta-Variante, die für ihre hohe Ansteckungsgefahr bekannt ist, gehört zu den besorgniserregenden Varianten und stellt ein besonderes Risiko für Länder mit eingeschränktem Zugang zu Impfstoffen dar, wie das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet. Bianka und Maik waren zu diesem Zeitpunkt ungeimpft. Ihre Skepsis gegenüber Impfstoffen, resultierend aus der rapid entwickelten Impftechnologie, war ein Entscheidungspunkt in ihrem Leben. Diese Skepsis wurde später zur tragischen Realität, als Maik am 23. Dezember wegen starker Brustschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Ein Kampf gegen die Krankheit
Die Umstände im Krankenhaus waren herzzerreißend. Aufgrund eines Besuchsverbots auf der Infektionsstation hatte Bianka nur die Möglichkeit, ihren Mann an Heiligabend telefonisch zu erreichen. Maik fiel in ein künstliches Koma und wurde schließlich am 30. Dezember 2021 in die Uniklinik Dresden verlegt. Am 7. Januar, als er unter dramatischen Umständen starb, hatte Bianka die Gelegenheit, sich von ihm zu verabschieden. Ihre Tochter war ebenfalls anwesend.
In Deutschland zeigt die Statistik bedenkliche Zahlen: Über 183.000 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19 wurden erfasst, wobei 5,1% der Verstorbenen unter 60 Jahren waren. Bianka Wieth kritisiert die Informationspolitik der Regierung während der Pandemie. In ihrem Schmerz fordert sie mehr Aufklärung, da sie sich nicht ausreichend über die Risiken des Virus informiert fühlte.
Die Gefahren der Delta-Variante
Die Delta-Variante hat sich in kurzer Zeit in Deutschland rasant verbreitet. Laut RKI-Meldungen sank der Alpha-Anteil von vorher 90% auf 74%, während der Anteil der Delta-Variante innerhalb weniger Wochen von 4% auf erstaunliche 15% stieg. Experten wie der Dortmunder Immunologe Carsten Watzl warnen vor der Delta-Variante und appellieren an die Bevölkerung, wachsam zu sein. Diese Variante stellt nicht nur für Deutschland, sondern vor allem für Länder mit geringer Impfrate, wie viele afrikanische Staaten, ein großes Risiko dar.
Da in vielen afrikanischen Ländern weniger als 5% der Bevölkerung geimpft sind, sieht die Forschung eine mögliche Zunahme von Delta-Fällen in diesen Regionen. Die besorgniserregende Delta Plus-Variante hat bereits zusätzliche Mutationen, deren Auswirkungen noch unklar sind. Brasilien kämpft mit anderen Varianten, während der Kampf gegen COVID-19 weitergeht.
Die persönliche Tragödie von Bianka Wieth, die nun die Urne ihres Mannes zur letzten Ruhestätte bringt, verdeutlicht die Gefahren und Herausforderungen, die das Virus, insbesondere die Delta-Variante, mit sich bringt. Die Gefährlichkeit des Virus steht außer Frage, und Biankas Erfahrungen sind ein eindringlicher Appell an alle, die Gefahren des COVID-19 nicht zu unterschätzen.
Für eine tiefere Auseinandersetzung mit den aktuellen Entwicklungen und den Risiken der Delta-Variante sind weitere Informationen auf der Webseite von Spektrum zu finden, die auch die Wirksamkeit der Impfungen in diesem Kontext erläutert. Ebenso bietet der Bundestag umfassende Daten zu den Auswirkungen von COVID-19 auf die Gesellschaft.
Wer mehr über die Thematik erfahren möchte, kann sich unter den folgenden Links vertiefen: kn-online, Spektrum und Bundestag.