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Tödlicher Angriff: Elefant ermordet spanische Touristin in Thailand!

Eine spanische Touristin wurde in einem Elefantencamp in Thailand tödlich verletzt. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit und zum Umgang mit Elefanten in touristischen Einrichtungen auf.

Am Freitag wurde eine 22-jährige spanische Touristin in Thailand von einem Elefanten angegriffen und tödlich verletzt. Der tragische Vorfall ereignete sich im „Koh Yao Elephant Care Centre“, einem Elefantencamp auf der Insel Koh Yao Yai im Süden Thailands. Die Touristin hielt sich zusammen mit ihrem Partner und anderen Urlaubern im Wasser auf, um die Elefanten zu baden, als es zu dem tödlichen Angriff kam. Nach dem Vorfall wurde das Camp vorübergehend geschlossen und die Webseite ist ebenfalls nicht erreichbar.

Augenzeugen berichteten, dass der Elefant während der Interaktion mit den Touristen offenbar unter großem Stress stand. Tierschützer betonen, dass viele Elefanten in solchen Camps isoliert und weit entfernt von ihrem natürlichen Lebensraum leben, was sie zu unnatürlichen Handlungen zwingt. Dieser Vorfall wirft erneut die Frage auf, ob die derzeitigen Praktiken in den Elefantencamps nachhaltig und tierschutzgerecht sind.

Die Problematik der Elefantenhaltung

Die Diskussion um die Haltung von Elefanten in Camp-Betrieben ist nicht neu. In den letzten Jahren hat die Ausbeutung der Tiere für touristische Reittouren abgenommen. Dennoch sind viele Camps nach wie vor darum bemüht, den Besuchern hautnahe Begegnungen mit den Tieren zu bieten. Solche Erlebnisse, wie das Baden mit Elefanten, gelten als Höhepunkte für Touristen, während Tierschützer dies kritisch sehen und die Bedingungen hinterfragen.

Organisationen und Aktivisten, wie Katharina Lameter von Pro Wildlife, äußern Bedenken über die Lebensbedingungen der Elefanten in Camps. In Thailand leben schätzungsweise 7000 Elefanten, wobei die Hälfte in freier Wildbahn und die andere Hälfte in Camps lebt. Offiziell dürfen seit Jahren keine Elefanten mehr gefangen werden, doch es gibt immer noch Märkte für den legalen Kauf dieser majestätischen Tiere.

Alternativen zur herkömmlichen Elefantenhaltung

In diesem Zusammenhang ist der „Elephant Nature Park“ in der Nähe von Chiang Mai ein positives Beispiel für artgerechte Elefantenhaltung. Der Park, der seit 2003 von Saengduean Lek Chailert betrieben wird, hat den Umgang mit Elefanten geändert, indem er das Baden im Fluss untersagt hat. Dies führte zunächst zu einem Rückgang der Touristen, förderte jedoch ein Umdenken. Stattdessen liegt der Fokus auf der Fütterung der Elefanten, was für diese Tiere natürlicher und weniger stressig ist.

Reiseveranstalter wie Tui haben ebenfalls reagiert und bieten keinen Elefantensitz oder -shows mehr an, sondern unterstützen stattdessen elefantenfreundliche Angebote. Dies zeigt einen langsamen, aber stetigen Wandel in der Tourismusbranche hin zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Tieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der tragische Vorfall in Thailand nicht nur für die betroffene Familie eine schwere Tragödie darstellt, sondern auch einen dringend benötigten Diskurs über die Bedingungen von Elefanten in Camps anstoßen sollte. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden können, indem Aufklärung und schützende Maßnahmen ergriffen werden.

Für weitere Informationen zu diesem Thema können die Artikel von BNN, Tagesspiegel und Süddeutsche konsultiert werden.

Referenz 1
bnn.de
Referenz 2
www.tagesspiegel.de
Referenz 3
www.sueddeutsche.de
Quellen gesamt
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