
Am 5. April 2025 gingen in den USA tausende Menschen auf die Straße, um gegen die Politik von Präsident Donald Trump und Berater Elon Musk zu protestieren. Unter dem Motto „Hands off“ versammelten sich Demonstranten in über 1.000 Veranstaltungen landesweit. Parallel dazu fanden auch Proteste in Ländern wie Kanada, Großbritannien, Frankreich und Mexiko statt.
Die größte Kundgebung fand in Washington D.C. am National Mall, nahe dem Weißen Haus, statt, wo Tausende Teilnehmer erwarteten, die ihre Forderungen lautstark äußerten. Ein verdeutlichter Turnus unter den Protestierenden war die Forderung nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump sowie der Schutz der Verfassung. Schätzungen zufolge könnten landesweit über 250.000 Menschen an den Protesten teilnehmen; die genauen Zahlen bleiben jedoch ungewiss.
Ein breites Spektrum an Themen
Die Proteste thematisierten verschiedene aktuelle Missstände, wie Kürzungen im Verwaltungs- und Bildungswesen, ansteigende Zölle und das aggressive Vorgehen gegen Migranten. Ein zentraler Vorwurf lautete: die Aushöhlung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durch die Regierung Trump. Während in Washington D.C. Plakate mit Slogans wie „Nicht mein Präsident!“ und „Hört auf, Amerika zu zerstören“ gezeigt wurden, hielten Teilnehmer in Städten wie Lansing, New York City und Houston ähnliche Botschaften hoch.
In Deutschland kam es auch zu Demonstrationen, insbesondere in Frankfurt am Main und vor einem Tesla-Ausstellungsraum in Berlin. Hier berichteten die Organisatoren von Hunderten Teilnehmern, während die Polizei 250 Personen zählte. Die Mobilisierung in Berlin wurde von Organisationen wie Campact, Fridays for Future und Democrats Abroad unterstützt.
Anhaltende politische Spannungen
Die Proteste gelten als die größten gegen Trump seit seinem Amtsantritt im Januar 2017, auch wenn die Teilnehmerzahlen hinter denen des Women’s March von 2017 zurückbleiben. Während des Protesttages befand sich Trump zu einem Golf-Event in Florida. Auch Ex-Präsident Barack Obama äußerte in einem kritischen Kontext Besorgnis über die Regierung unter Trump und deren Einfluss auf Universitäten.
Senator Corey Booker forderte in einer Rede im US-Kongress moralisches Handeln und kritisierte die aktuelle Regierung. In der Luft schwebte zudem die Unsicherheit bezüglich neuer Rekordzölle, die Trump kürzlich angekündigt hatte. Dies verstärkte die wirtschaftlichen Sorgen innerhalb der Bevölkerung und schürte zusätzlich Widerstand. Laut op-online.de haben über eine halbe Million Menschen ihr Interesse zur Teilnahme online registriert, was auf eine anhaltende Unruhe in der amerikanischen Gesellschaft hinweist.