
Am 25. März 2025 unterzeichneten das Zentrum für Sensorsysteme der Universität Siegen (ZESS) und der VDI Siegener Bezirksverein e.V. einen bedeutenden Kooperationsvertrag. Diese Vereinbarung zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Doktorandinnen und Doktoranden und dem VDI Siegen zu stärken. Der Vertrag umfasst verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung der wissenschaftlichen Kommunikation und die Förderung des Austauschs durch gemeinsame Vortragsveranstaltungen, wie die Universität Siegen berichtet.
Ein zentrales Anliegen der Kooperation ist das gezielte Fördern von Nachwuchstalenten in technischen Disziplinen, einem Bereich, der gegenwärtig unter einem deutlichen Mangel leidet. Hierbei wird die ehrenamtliche Unterstützung und finanzielle Mittel des VDI Siegen Bezirksvereins, der rund 1.200 Mitglieder zählt, entscheidend sein. Diese Unterstützung erstreckt sich über Konferenzreisen und Publikationen bis zu jährlichen Prämierungen herausragender Bachelor- und Masterabschlüsse mit Preisen von jeweils 1.000 Euro, wie auch in einem weiteren Bericht auf der Webseite des ZESS ausgeführt.
Unterstützungsangebote und Engagement
Der VDI Siegen Bezirksverein hat sich über die Jahre auch durch Veranstaltungen für Schüler, wie Vorschulveranstaltungen und die Mathematik-Olympiade, profiliert. Die Initiative des VDI e.V. mit etwa 130.000 Mitgliedern ist darauf ausgerichtet, junge Menschen für technische Berufe zu begeistern und ihnen einen frühen Zugang zu ingenieurtechnischen Themen zu ermöglichen. So gibt es unter anderem über 50 VDIni-Clubs in Deutschland, die Schüler der Mittel- und Oberschulen unterstützen, und einen VDI-Lab in Augsburg, das Jugendliche zur Experimentation anregen soll.
Die Kooperation mit ZESS verdeutlicht, dass die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt ernst genommen werden. Der VDI engagiert sich seit 17 Jahren für das Deutschlandstipendium, welches talentierte Studierende an der Universität Siegen fördert. In diesem Jahr sind vier Preise für die besten Abschlussarbeiten geplant, die während einer feierlichen Veranstaltung übergeben werden sollen.
Hintergrund zur Ingenieurausbildung
Angesichts der sich ständig wandelnden Anforderungen an die Ingenieurausbildung ist es wichtig, auf aktuelle Entwicklungen und den Fachkräftemangel zu reagieren. Eine Studie des VDI, die im März 2019 veröffentlicht wurde, ermittelte den Iststand der Ingenieurausbildung und analysierte die Bedingungen für die digitale Transformation. Die Ergebnisse ergaben, dass eine Überarbeitung der Studiengänge und Curricula notwendig ist, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, wie detailliert auf der VDI-Webseite dargelegt.
Im Rahmen dieser Entwicklungen und der neu geschaffenen Kooperation zwischen ZESS und dem VDI ist es wesentlich, dass verschiedene Akteure, darunter Universitäten, Unternehmen und Fachverbände, in einem gemeinsamen Bestreben tätig werden, um den Mangel an qualifizierten Fachkräften zu adressieren und die zukünftigen Herausforderungen in den Ingenieurwissenschaften zu meistern.