Rodewisch

Rodewischs Haushalt: 14 Millionen Euro und ein Fehlbetrag von 700.000!

Am 2. April 2025 gibt die Rodewischer Bürgermeisterin Kerstin Schöniger Einblicke in den Haushaltsplan der Stadt. Trotz eines 14-Millionen-Euro-Budgets bleibt ein Fehlbetrag von 700.000 Euro. Warum viele Kommunen um diese Situation beneiden, erfahren Sie hier.

Die Stadt Rodewisch steht vor einer komplexen finanziellen Situation. Laut einem Bericht der Freien Presse hat die Stadt einen Haushaltsplan von 14 Millionen Euro verabschiedet. Trotz eines Fehlbetrags von knapp 700.000 Euro am Ende des Haushalts gelingt es der Stadt, die Situation durch Rücklagen zu stabilisieren.

Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU/Einzelkandidatin) betont, dass viele Kommunen um den aktuellen Haushalt der Stadt beneiden würden. Dies verdeutlicht, dass Rodewisch offensichtlich in einer besseren finanziellen Lage ist als viele andere Kommunen, die unter erheblichen Verschuldungen leiden.

Schwierige Rahmenbedingungen für Kommunen

Tagesschau schätzen 95% der Städte ihre Haushaltslage in den nächsten fünf Jahren als eher schlecht oder sehr schlecht ein. Alarmierend ist, dass 37% der Städte keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorlegen können.

Über die Hälfte der Städte, 47%, erreichen einen ausgeglichenen Haushalt nur durch Rückgriff auf finanzielle Rücklagen. Diese Herausforderungen stehen im Kontext steigender Sozialausgaben, die auf die Kommunen ohne ausreichende Finanzierung abgewälzt werden.

Verschuldung und Handlungsempfehlungen

Eine Analyse zur Verschuldung deutscher Kommunen, insbesondere von kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen, zeigt weitere Ursachen für die finanziellen Schwierigkeiten auf. Wie in einer Studie aus SSOAR dargelegt, ist die Thematik wesentlicher Bestandteil der kommunalen Haushaltspolitik.

Diese Analyse hebt hervor, dass strukturelle Faktoren verantwortlich sind für die Schuldenkrise, die viele Städte erleben. Der Städtetag fordert unter anderem eine Reform der Schuldenbremse und einen höheren Anteil der Städte an den Gemeinschaftssteuern, besonders der Umsatzsteuer.

Die besorgniserregende Lage erfordert ein Umdenken: Städte wie Leipzig müssen bereits Bus- und Bahnlinien streichen sowie Personal abbauen, was direkte Auswirkungen auf die Bürger hat. Das erklärt, warum die Stadt Rodewisch als positive Ausnahme angesehen wird. Obwohl ein negatives Gesamtergebnis von 1,2 Millionen Euro vorliegt, besteht die Möglichkeit, dies durch Basiskapital zu verrechnen, was Rodewisch wiederum einen Vorteil verschafft.

Für die Zukunft bleibt abzuwarten, ob die positive Einschätzung von Rodewisch als Ausnahmesituation erhalten bleibt oder ob sich die landesweite negative Entwicklung auch auf die Stadt auswirken wird.

Referenz 1
www.freiepresse.de
Referenz 2
www.ssoar.info
Referenz 3
www.tagesschau.de
Quellen gesamt
Web: 9Social: 147Foren: 48