
Die Abrissarbeiten an der Carolabrücke in Dresden sind nach dem Bombenfund und der darauf folgenden Entschärfung am Donnerstag, den 8. Januar, wieder aufgenommen worden. An diesem Tag wurde eine 250 Kilogramm schwere englische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, was zu umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen führte. Fast 10.000 Menschen waren betroffen, darunter Bewohner in neun Kindertagesstätten, 14 Bildungseinrichtungen und vier Pflegeheimen, die für insgesamt 392 Personen ausgelegt sind. Die betroffenen Behörden, einschließlich der Stadtverwaltung und des Bürgerbüros in Neustadt, blieben während dieser Zeit geschlossen. Die Menschen wurden aufgefordert, bis Donnerstag, den 9. Januar, ihre Wohnungen zu verlassen, wobei die Entschärfung der Bombe durch Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nach Abschluss der Evakuierung stattfand.
Laut saechsische.de wurden Anpassungen am Abrissplan vorgenommen, um eine Alarmkette für Kampfmittelfunde einzurichten. Ein Experte für Munition- und Kampfmittelräumung hat die verantwortliche Überwachung der laufenden Arbeiten übernommen. Trotz der Schwierigkeiten bei der Sondierung der Elbe, die durch Bewehrungsstahl-Reste der Brücke behindert wird, wurde der Betonüberbau des eingestürzten Zugs C vollständig abgebrochen und geborgen. Noch liegen zwei Brückengelenke aus Stahl in der Elbe in zwei bis drei Metern Tiefe und stellen eine komplizierte Bergungsoperation dar.
Evakuierungs- und Bergungsmaßnahmen
In dem Zusammenhang mit den Bergungsarbeiten wird die Baustraße am Elbgrund umgestaltet, um die Brückengelenke mit einem anderen Winkel und zwei Greifern zu bergen. Diese Arbeiten sollen bis Montag, den 13. Januar, abgeschlossen sein. Auch am Samstag wird kontinuierlich gearbeitet, um sicherzustellen, dass die Bergungsaktionen im Zeitrahmen bleiben. Danach wird die Baustraße zurückgebaut und Auswaschungen am Elbuntergrund werden verfüllt.
Auf der Altstädter Seite sind die Abrissmaterialien in einer Brecheranlage zwischengelagert und werden abtransportiert. Zugleich haben die Arbeiten zur Errichtung einer Baustraße auf der Neustädter Seite begonnen. An den verbleibenden Brückenzügen A und B erhalten Schallemissionssensoren Einbau, um die messtechnische Überwachung der Struktur fortzusetzen. Diese Maßnahmen sind Teil der wiederherstellungsorientierten Arbeiten, die sich derzeit im Zeitplan befinden, um die Fahrrinne für den Schiffsverkehr auf der Elbe rechtzeitig wiederherzustellen.
Risiken und Prävention bei Kampfmittelräumungen
Unfälle mit Kampfmitteln sind selten, jedoch oft gefährlich, was auf die Wichtigkeit von präventiven Maßnahmen hinweist. In diesem Kontext wird auf die Sensibilisierung für die Risiken von Kampfmitteln verwiesen, die aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg stammen. Kampfmittelreste können auch in ehemaligen Kampfgebieten im Untergrund vorhanden sein. Der Spezialbereich für Kampfmittelräumung wird zur Vermeidung von Gefahren bei Räum- und Bauarbeiten zunehmend relevant, wie die DGUV betont.
Die Stadtverwaltung hat aktuelle Informationen über die Evakuierungsmaßnahmen sowie über Unterstützungsangebote für Betroffene über verschiedene Kanäle verbreitet, einschließlich Social Media und eines Bürgertelefons, welches bis in den Mittwochabend und Donnerstagmorgen erreichbar ist. Shuttlebusse versorgen die Notunterkünfte für diejenigen, die keine andere Unterkunft haben. Die citizen services of the city of Dresden continue to play a critical role during these emergency measures, ensuring that vulnerable individuals receive necessary support.