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Chemnitz startet Smart-Learning für Fachkräfte: Zukunft der Industrie!

Die Technische Universität Chemnitz startet 2025 das Projekt "SmartMess", um eine innovative Lernumgebung für die Fertigungsmesstechnik zu entwickeln. Ziel: Fachkräfteausbildung mit modernen digitalen Werkzeugen.

Die Technische Universität Chemnitz hat mit dem Projekt „SmartMess“ einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Aus- und Weiterbildung in der Fertigungsmesstechnik eingeleitet. Dies wird durch die Professur für Fertigungsmesstechnik geleitet und zielt darauf ab, eine innovative Smart-Learning-Umgebung zu entwickeln. Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Berücksichtigung des wachsenden Bedarfs an Fach- und Führungskräften in der Maschinenbau- und Zulieferindustrie sowie in der Präzisionsfertigung. Statistiken zeigen, dass insbesondere ab 2026 umfangreiche Neuerungen in den Abschlussprüfungen der Metall-Ausbildungsberufe relevant sein werden, wobei die Fähigkeit, technische Zeichnungen zu lesen und zu interpretieren, einen hohen Stellenwert haben wird.

Im Rahmen von „SmartMess“ soll bis Ende 2027 eine virtuelle Lernumgebung installiert werden, welche modernes Wissen mit didaktischer Expertise kombiniert. Die Programmierung umfasst die Entwicklung von digitalen Technologien wie Learning-Nuggets, Chatbots, Gamification und immersivem Lernen. Zielgruppe sind primär Auszubildende, deren Lernerfolg gesteigert werden soll, während gleichzeitig mehr Flexibilität für Lehrende gegeben werden soll. Darüber hinaus werden in Workshops gemeinsam mit Unternehmensvertretern Qualifikationsbedarfe ermittelt, um die Ausbildung optimal an den Bedarf der Industrie anzupassen. Das Projekt wird sowohl von der Europäischen Union als auch durch Steuermittel des Sächsischen Landtags kofinanziert, was die wichtige Rolle der Politik bei der Förderung dieser Entwicklungen unterstreicht. Weitere Informationen können auf der Website www.fertigungsmesstechnik-campus.de abgerufen werden.

Digitale Begleiter im Produktionsprozess

Im Rahmen der Digitalisierung wird auch bei Fraunhofer an neuartigen Lernkonzepten gearbeitet. Das sogenannte „Companion“-Projekt hat zum Ziel, die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden an Fertigungslinien zu optimieren. Diese Initiative sieht vor, dass alle Mitarbeitenden mit einem Tablet ausgestattet werden, das eine speziell entwickelte App enthält. Diese App soll helfen, den Wissensstand der Nutzer zu ermitteln und relevante Informationen in Abhängigkeit von der aktuellen Situation bereitzustellen. Faktoren wie der Betriebszustand einer Anlage oder besondere Vorkommnisse, die neue Informationen erfordern, werden dabei berücksichtigt.

Die Schaffung solcher Infrastrukturen soll nicht nur die Wissensproduktion unterstützen, sondern auch dazu beitragen, dass Mitarbeitende in ihrem Arbeitsalltag einen leichteren Zugriff auf benötigte Informationen haben. Durch die Berücksichtigung ihrer spezifischen Anforderungen an der jeweiligen Produktionsstätte soll sich die Effizienz erhöhen.

Fachkräftemangel im Maschinenbau

Der Maschinenbau steht innerhalb Deutschlands vor der Herausforderung des Fachkräftemangels, der seit Jahren ein drängendes Problem ist. Diese Schlüsselindustrie ist für die wirtschaftliche Stärke des Landes von erheblicher Bedeutung. Ohne qualifizierte Fachkräfte droht die Branche, ihre globale Marktposition zu verlieren. Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels sind unerlässlich und umfassen unter anderem die verstärkte Ausbildung von Fachkräften sowie Investitionen in die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter.

Um die Herausforderungen des Fachkräftemangels zu bewältigen, müssen Unternehmen innovative Rekrutierungsstrategien einsetzen. Werbung auf Social-Media-Plattformen und die frühzeitige Identifikation von Talenten durch Aus- und Weiterbildungsprogramme sind hier von Bedeutung. Ebenfalls entscheidend ist die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen, wie angemessene Vergütung, flexible Arbeitszeiten und Weiterbildungsmöglichkeiten, um Talente langfristig im Unternehmen zu halten.

Prognosen deuten darauf hin, dass dieser Fachkräftemangel auch in Zukunft anhalten wird. Daher ist es unerlässlich, Bildungsinitiativen zu fördern, die die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in Schulen stärken. Die Implementierung dualer Ausbildungsmodelle, die Theorie und Praxis verbinden, könnte weiter zur Lösung des Problems beitragen. Die Digitalisierung bietet dabei nicht nur Chancen zur Optimierung von Produktionsprozessen, sondern erfordert auch eine kontinuierliche Weiterbildung der Fachkräfte im Maschinenbau, um mit den stetigen Veränderungen Schritt zu halten.

Referenz 1
www.tu-chemnitz.de
Referenz 2
www.ellb.fraunhofer.de
Referenz 3
digitales-institut.de
Quellen gesamt
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