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Racheakt oder Terror? Rushdie schildert grausamen Messerangriff im Gericht!

Salman Rushdie schildert seinen brutalen Messerangriff vor Gericht. Der mutmaßliche Attentäter und die Hintergründe der Fatwa gegen Rushdie stehen im Fokus des Prozesses.

Salman Rushdie hat am 11. Februar 2025 vor einem Gericht in Mayville, New York, die bedrückenden Details seines brutalen Messerangriffs geschildert. Der Vorfall, der sich am 12. August 2022 während einer literarischen Veranstaltung in Chautauqua ereignete, führte dazu, dass Rushdie mindestens zehnmal mit einem Messer attackiert wurde. Die schockierenden Erlebnisse hinterließen bei Rushdie nicht nur physische, sondern auch seelische Narben.

Der mutmaßliche Angreifer, Hadi Matar, ist ein 27-jähriger US-Bürger mit libanesischen Wurzeln, der während des Angriffs schwarze Kleidung und eine schwarze Gesichtsmaske trug. Rushdie erinnerte sich, wie seine Augen hinter der Maske einen starken Eindruck bei ihm hinterließen. Er berichtete vor Gericht, dass er die Stiche spürte, bevor er in einem „See von Blut“ lag. Matar glaubt, dass Rushdie den Islam angegriffen hat, obwohl er nur zwei Seiten von Rushdies Buch „Die satanischen Verse“ gelesen hat.

Rechtliche Maßnahmen und Anklagen

Im Prozess gegen Hadi Matar, der wegen versuchten Mordes und Körperverletzung angeklagt ist, zeigte sich Rushdie entschlossen, seine Geschichte ans Licht zu bringen. Matar hat sich nicht schuldig bekannt. Seine Verteidigung benötigte Zeit, um Rushdies Memoiren „Knife: Gedanken nach einem Mordversuch“ zu studieren, die im April 2024 veröffentlicht werden sollen. Die Veröffentlichung beschreibt die Nahtoderfahrung und die physischen sowie psychischen Folgen des Angriffs.

Bundesbehörden werfen Matar vor, den Mordversuch als „terroristischen Akt im Namen der Hisbollah“ begangen zu haben. Es wurde festgestellt, dass Matar seit September 2020 „materielle Unterstützung und Ressourcen“ für die vom Iran unterstützte militante Gruppe bereitstellte. Diese Anschuldigungen sind getrennt von den Mord- und Körperverletzungsanklagen. Matar könnte im Falle einer Verurteilung für die terrorismusbezogenen Vergehen mit lebenslangen Haftstrafen rechnen.

Hintergrund des Angriffs

Die Ursachen des Angriffs liegen tief in der Geschichte von Rushdies schriftstellerischem Schaffen. Nach der Veröffentlichung von „Die satanischen Verse“ im Jahr 1988 wurde Rushdie wiederholt mit Drohungen und Mordversuchen konfrontiert. Die iranische Regierung, angeführt von Ayatollah Khomeini, hatte 1989 eine Fatwa zur Tötung Rushdies erlassen, nachdem das Buch als blasphemisch eingestuft wurde. Laut dem FBI unterstützte die libanesische Hisbollah diese Fatwa.

Nach dem Tod Khomeinis 1998 erklärte die iranische Regierung, sie würde „weder Mordoperationen unterstützen noch behindern“, doch die Fatwa schwebte weiterhin über Rushdies Kopf. Matar gab an, teilweise durch eine Rede des Hezbollah-Generalsekretärs Hassan Nasrallah aus dem Jahr 2006 motiviert worden zu sein, die die Fatwa unterstützte.

Der fortwährende Umgang mit der Bedrohung und die ständigen Todesdrohungen haben sich nicht nur auf Rushdies Leben ausgewirkt, sondern auch auf sein schriftstellerisches Werk. Im neuesten Buch reflektiert er über seine Erlebnisse und das Trauma, das er erlitten hat. Rushdie ist eine Kultfigur, deren Kampf um Meinungsfreiheit und literarische Integrität heute mehr denn je von Relevanz ist. Weitere Informationen über die Hintergrundgeschichte der Fatwa können in diesem Dokument nachgelesen werden: Link zur Fatwa-Zusammenfassung.

Während der Prozess gegen Hadi Matar weitergeht, bleibt die gesamte Situation ein beunruhigendes Beispiel für die Gefahren, denen Schriftsteller ausgesetzt sein können, wenn ihre Werke als bedrohlich empfunden werden.

Besonders beunruhigend ist, dass Rushdie durch den Angriff nur auf einem Auge erblindete und die Attacke auch zu einer nahezu vollständigen Taubheit in zwei Fingern seiner linken Hand führte. Das gesamte Ausmaß der physischen und emotionalen Folgen wird in seinem kommenden Buch behandelt.

[Welt.de] berichtet, dass die derzeitigen rechtlichen Schritte und die Angriffe auf Rushdie nicht nur seine persönliche Sicherheit, sondern auch die Freiheiten von Schriftstellern weltweit in den Fokus rücken.

[IJPR] ergänzt, dass die juristischen Bemühungen der vergangenen Monate auch der Aufarbeitung der psychischen Belastung dienen, die Rushdie seit dem Vorfall erlitten hat.

Referenz 1
www.welt.de
Referenz 2
www.ijpr.org
Referenz 3
www.minhajbooks.com
Quellen gesamt
Web: 8Social: 31Foren: 56