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Österreich schickt Soldaten: Kampf gegen Maul- und Klauenseuche beginnt!

Österreich schickt Soldaten an Grenzübergänge, um die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche abzuwenden. 21 Grenzübergänge werden geschlossen. Desinfektionsmaßnahmen sind im Gange.

Österreichs Reaktion auf die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche (MKS) in der Region wird zunehmend rigoroser. Um das Einbringen der hochansteckenden Tierseuche aus Ungarn und der Slowakei zu verhindern, hat die österreichische Regierung Soldaten des Bundesheeres an den Grenzübergängen mobilisiert. Gemäß einem Bericht von T-Online wurden bereits 21 Grenzübergänge nach Ungarn und in die Slowakei geschlossen, eine Maßnahme, die bis zum 20. Mai andauern soll.

In den kommenden Tagen wird die Situation an den betroffenen Grenzen genau überwacht. Erste Erkundungstrupps des Bundesheeres sind bereits im Einsatz, um Seuchenteppiche an offenen Grenzübergängen zu verlegen. Diese Teppiche sind mit Desinfektionsmittel getränkte Wannen, die der Desinfektion von Fahrzeugen und Personen dienen sollen.

Maßnahmen zur Tierseuchenkontrolle

Die burgenländische Landesregierung hat die Unterstützung des Bundesheeres für diese Desinfektionsmaßnahmen angefordert. Besonders an den Autobahn-Grenzübergängen Kittsee (A6) und Nickelsdorf (A4) sollen die Seuchenteppiche verlegt werden. Die Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner betonte die Dringlichkeit und Notwendigkeit dieser Kontrollen, um die Tierseuche in Österreich abzuwenden.

Die Bedrohung durch MKS ist akut. Laut Berichten von Appenzell24 ist die Tierseuchengruppe der Kantone St. Gallen, Ausserrhoden, Innerrhoden und des Fürstentums Liechtenstein aktiv in den Vorbereitungen auf den Ernstfall. Diese Gruppe unterstützt den zuständigen Veterinärdienst und ist im Umgang mit hochansteckenden Tierseuchen gut ausgebildet und trainiert.

Die Schweiz bleibt bislang MKS-frei, das Risiko eines Eintrags bleibt jedoch bestehen. Bei Verdachtsfällen sind die Amtstierärzte angewiesen, sofortige Maßnahmen zu treffen. Dazu gehört unter anderem die Tötung des gesamten Bestandes, falls der Verdacht im Labor bestätigt wird.

Internationale Entwicklungen und Ausbruchsgeschichte

Ein weiteres Augenmerk richtet sich auf die jüngsten Ausbrüche in der Region. Am 10. Januar 2025 wurde ein Fall von MKS bei Wasserbüffeln im Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, festgestellt, was die Sicherheitslage erheblich verschärfte. Glücklicherweise wurden seither keine weiteren Fälle beobachtet, wie BMEL berichtet. Dennoch wurden Sperrzonen eingerichtet, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern, und ein „Stand Still“ für Klauentiere wurde angeordnet.

Die Situation bleibt angespannt. Anfang März 2025 wurde MKS in einem Rinderbetrieb in Ungarn nachgewiesen, was den ersten Ausbruch des Virus im Land seit 1973 markiert. Trotz der Sicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung der Seuche glauben Experten, dass das Potenzial für schnelle Ausbreitungen und wirtschaftliche Verluste durch Handelsbeschränkungen durchaus gegeben ist.

Österreich, die Schweiz und Deutschland arbeiten eng zusammen, um der Bedrohung durch die Maul- und Klauenseuche angemessen zu begegnen. Der Austausch von Informationen und Strategien ist dabei entscheidend, um die Tiergesundheit in der gesamten Region zu gewährleisten.

Referenz 1
www.t-online.de
Referenz 2
appenzell24.ch
Referenz 3
www.bmel.de
Quellen gesamt
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