
Am Samstagnachmittag, dem 18. Januar 2025, kam es vor dem wichtigen Zweitliga-Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln zu gewalttätigen Ausschreitungen in St. Pauli. Laut rp-online.de wurde eine Schlägerei vor der Kiez-Kneipe „Rutsche“ in der Friedrichstraße gemeldet, bei der mutmaßliche HSV-Fans Kölner Anhänger attackierten.
Die Polizei bestätigte die Vorfälle und rückte mit der Bereitschaftspolizei an, nachdem die Auseinandersetzungen etwa 20 Minuten andauerten. Es gibt Berichte von etwa 150 Fußball-Anhängern, die gegen 15:10 Uhr aufeinandertrafen. Die Kölner Fans, darunter auch viele friedliche Anhänger, gerieten in den Fokus der gewalttätigen Übergriffe von vermummten HSV-Hooligans, die die Straße stürmten und die Auseinandersetzung begannen.
Gewalt und Reaktionen
Medienberichte sprechen von zahlreichen Körperverletzungsdelikten, wobei mindestens zwei Personen leicht verletzt wurden. Der Geschäftsführer des 1. FC Köln, Christian Keller, äußerte sich schockiert über die Geschehnisse und bezeichnete das Verhalten der HSV-Anhänger als „asozial“ welt.de.
Die Polizei stellte eine Gruppe von rund 200 Fans und führte erkennungsdienstliche Maßnahmen durch. Trotz der intensiven Polizeipräsenz wurden viele der friedlich feiernden Kölner Fans in die Gewalt der HSV-Hooligans hineingezogen. Das Video-Material, das mittlerweile im Internet kursiert, dokumentiert die beunruhigenden Szenen und verstärkt die öffentliche Diskussion über das Thema.
Ein weiteres Zeichen für steigende Gewalt
Die Vorfälle in St. Pauli sind Teil eines besorgniserregenden Trends von Gewalt und Eskalation rund um Fußballspiele, die in dieser Saison bei 17 Begegnungen zwischen Fans und Polizei beobachtet wurden. Laut Deutschlandfunk fordern Experten wie Oliver Wiebe, Vertreter von Fanhilfen, eine differenzierte Betrachtung der Problematik sowie mehr Kommunikation zwischen Fans und Polizei.
Wiebe betont, dass die Polizei seit dem Ende der Corona-Zugangsbeschränkungen in vielen Fällen die Einsätze eskaliert hat, was die Unruhe unter den Fans nur verschärft. Es wird zunehmend gefordert, dass sowohl die Polizei als auch die Fangruppierungen kritisch gegenüber ihrem Verhalten werden, um eine weitere Eskalation in Zukunft zu vermeiden.
Die heutigen Ereignisse sind ein alarmierendes Beispiel für die potenziell gefährlichen Spannungen zwischen Fußballfans, die nicht nur die Sicherheitslage in den Stadien, sondern auch das gesellschaftliche Klima rund um diese Sportveranstaltungen betreffen.