
Der Konflikt im Jemen spitzt sich weiter zu, nachdem amerikanische Streitkräfte unter dem Befehl von Präsident Donald Trump seit Wochen gezielte Luftangriffe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz durchführen. Trump selbst veröffentlichte ein Video auf seiner Plattform Truth Social, das mutmaßliche Auswirkungen eines dieser Angriffe zeigt. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen mehrere Dutzend Menschen, gefolgt von Rauch und einer Einschlagstelle, während im Video keine Leichen zu erkennen sind. Trump kommentierte das Video mit den Worten „ups“, während er erklärte, dass die Huthis sich versammelt hätten, um Anweisungen für einen Angriff zu erhalten. Er versicherte, dass es keinen Angriff der Huthis geben werde und drohte mit einer „vollständigen“ Vernichtung der Gruppe.
Die Huthi-Miliz hat seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 wiederholt Schiffe im Roten Meer und angrenzenden Gewässern angegriffen. Sie rechtfertigen diese Angriffe mit der angeblichen Solidarität zu den Palästinensern im Gazastreifen, wobei sie auch Ziele in Israel attackieren. Trump’s aggressive Reaktion reflektiert die besorgniserregende Lage: US-Streitkräfte zielen durch ihre Bombardements auf Stützpunkte, Raketenabwehrstellungen und Anführer der Huthi-Miliz, um amerikanische Schiffe zu schützen und die Freiheit der Schifffahrt im Gebietsraum wiederherzustellen, wie jüdische-allgemeine.de berichtet.
Details der militärischen Operation
Die Angriffe haben in mehreren Regionen des Jemen, einschließlich der Hauptstadt Sanaa, stattgefunden. Laut Berichten wurden mindestens 31 Personen, darunter auch viele Frauen und Kinder, bei diesen Luftangriffen getötet, während die Huthis um Vergeltung drohten. Sie kündigten an, dass sie mit einer Eskalation auf die Angriffe reagieren würden. Trump hat den Iran aufgefordert, seine Unterstützung für die Huthi-Miliz sofort zu beenden und warnte vor ernsten Konsequenzen, sollten US-Interessen bedroht werden. Diese Militäraktionen wurden auch als strategischer Schritt betrachtet, um die seit November 2023 andauernden Huthi-Angriffe auf Schiffe zu stoppen, die zunehmend an Intensität gewonnen haben, insbesondere in Reaktion auf die israelische Offensive im Gazastreifen.
Die US Luftangriffe sind Teil einer umfassenden Strategie, die Huthi-Miliz als ausländische Terrororganisation zu bekämpfen, eine Klassifizierung, die Trump Anfang März 2025 traf. Weitere Informationen berichten, dass US-Regionalkommando Centcom von „Präzisionsschlägen“ sprach, deren Dauer mehrere Tage oder Wochen betragen könnte. Einige der Angriffsziele umfassten nicht nur militärische Stellungen, sondern auch die Privathäuser von Huthi-Anführern in Sanaa.
Reaktionen und internationale Spannungen
Die Positionen in diesem geopolitischen Konflikt werden zunehmend polarisiert. Trumps aggressive Rhetorik und militärische Strategie könnten das Risiko eines größeren Konflikts in der Region erhöhen, besonders im Kontext der Komplexität der Beziehungen zwischen den USA, dem Iran und den Huthis. Iran hat die US-Forderungen zurückgewiesen und ein Ende der Tötungen im Jemen gefordert. Berichte deuten zudem darauf hin, dass Russland die Huthi-Miliz mit Satellitendaten unterstützen könnte, was die internationale Dimension des Konflikts weiter verkompliziert.
Die Lage bleibt angespannt, und die Huthi-Miliz hat klargestellt, dass sie nicht vorhaben, den Kampf gegen Israel und seine Verbündeten einzustellen. Die wiederholten Angriffe auf Schiffe, die oft kaum oder keinen Bezug zu dem Konflikt haben, verdeutlichen die eskalierende Natur der Situation, wie tagesschau.de ebenfalls feststellt.