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Trump fordert Seltene Erden von Ukraine für US-Hilfen – Scholz empört!

US-Präsident Trump fordert von der Ukraine Rohstoffe im Austausch für Hilfen. Bundeskanzler Scholz kritisiert die Forderung als egoistisch. Ein geopolitisches Machtspiel entblößt sich.

US-Präsident Donald Trump hat erneut für Aufsehen gesorgt, indem er wertvolle Rohstoffe von der Ukraine im Austausch für weitere US-Hilfen fordert. Trump plant, ein Abkommen mit Kiew zu verhandeln, das die Lieferung von Selteneren Erden an die USA garantieren soll. Dies geschah im Kontext seiner Rückkehr ins Weiße Haus, anlässlich dessen er ankündigte, den Ukraine-Krieg schnellstmöglich beenden zu wollen. Trumps Postulat, Seltene Erden seien entscheidend für die ‚Sicherheit‘ der US-Hilfen, unterstreicht die geopolitische Bedeutung dieser Rohstoffe, die für moderne Technologien unverzichtbar sind, beispielsweise bei der Herstellung von Smartphones und Elektroautos. RP Online berichtet, dass die Ukraine laut Trump „bereit“ sei, diese Rohstoffe zu liefern.

Die Reaktion auf Trumps Forderungen ließ nicht lange auf sich warten. Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnete diese Ansprüche als „egoistisch“ und betonte, dass die Bodenschätze der Ukraine vielmehr zur Finanzierung des Wiederaufbaus und einer stärkeren ukrainischen Armee verwendet werden sollten. Scholz argumentierte, dass die Ukraine ihre Ressourcen unabhängig nutzen müsse, um die nach dem Krieg erforderlichen Strukturen zu etablieren. Trump hingegen kritisierte seinen Vorgänger Joe Biden, der seiner Meinung nach nie Geld von der Ukraine gefordert habe.

Die geopolitischen Implikationen seltener Rohstoffe

Seltene Erden, die Trump ins Spiel bringt, sind nicht nur für die USA von Bedeutung, sondern spielen auch eine zentrale Rolle in der globalen Geopolitik. Wie IPG Journal erläutert, sind kritische Mineralien wie Lithium und Kobalt entscheidend für den Fortschritt hin zur Entkarbonisierung und technologischen Vorherrschaft. Vor allem China kontrolliert weltweit etwa 97% des Angebots an Seltenen Erden und spielt damit eine Schlüsselrolle in der Geopolitik des 21. Jahrhunderts.

Die Bedeutung dieser Ressourcen hat zu einem zunehmenden Wettbewerb um die Kontrolle über die globalen Lieferketten geführt. In der Tat haben die USA, die EU und Japan Schwierigkeiten, sich von Chinas Einfluss zu befreien. Chinas Belt and Road Initiative hat die bisherigen Modelle des Zugangs zu Ressourcen erheblich verändert und bietet Entwicklungsländern exklusive Vereinbarungen, die in der bisherigen Geopolitik nicht vorgesehen waren.

Trump scheint die strategische Bedeutung dieser Rohstoffe erkannt zu haben. Durch die Forderung nach natürlichen Ressourcen könnte er versuchen, die US-Position in einem bereits komplexen geopolitischen Umfeld zu stärken. Dies geschieht in einer Zeit, in der die Kontrolle über Rohstoffe zunehmend umkämpft ist und in der historisch bedeutende Ressourcenstaaten gefragt sind, neue Kooperationsmodelle zu entwickeln.

Die Situation könnte sich jedoch weiter zuspitzen, wenn Trump nach seiner Vereidigung am 20. Januar tatsächlich mit Russland und der Ukraine in Verhandlungen treten sollte, wie er selbst andeutet. In seinen Aussagen betont er, dass er „den Gesprächen“ positiv gegenüberstehe und meint, dass diese gut laufen könnten. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die Ukraine auf seine Forderungen reagiert und welche Auswirkungen diese auf die geopolitischen Spannungen in der Region haben werden.

Referenz 1
rp-online.de
Referenz 2
www.tagesschau.de
Referenz 3
www.ipg-journal.de
Quellen gesamt
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