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Russland plant massive Truppenaufstockung: 150.000 Soldaten in Sicht!

Russland plant, angesichts hoher Verluste im Ukraine-Konflikt, die Rekrutierung von 150.000 neuen Soldaten. Diese Maßnahmen könnten den Druck an der Front erheblich erhöhen. Was bedeutet das für die Ukraine?

Russland setzt seine Rekrutierungsanstrengungen im Ukraine-Konflikt fort und plant, die Truppenanzahl um 150.000 Soldaten zu erhöhen. Diese Aufstockung entspricht etwa 15 mechanisierten Infanterie-Divisionen. Laut t-online.de hat Pawlo Palissa, der Vizechef der Kanzlei von Präsident Wolodymyr Selenskyj, die massiven Rekrutierungspläne bestätigt. Der Druck auf die ukrainischen Streitkräfte an der Front wird voraussichtlich weiter zunehmen, auch wenn nicht alle neuen Rekruten sofort einsatzbereit sein werden.

Bereits im Februar hatte Präsident Selenskyj über die russischen Rekrutierungen berichtet. Schätzungen von US-Geheimdiensten zufolge haben russische Streitkräfte signifikante Verluste erlitten und kämpfen vermehrt mit schlecht ausgebildeten Rekruten. Ein Ziel von 160.000 neuen Rekruten soll laut der „Moskau Times“ von Wladimir Putin ausgegeben worden sein. Diese Einberufungen betreffen in der Regel Männer zwischen 18 und 30 Jahren und finden zweimal jährlich statt.

Verluste und Moral der russischen Truppen

Die russischen Streitkräfte haben im Ukraine-Krieg hohe Verluste zu verzeichnen. Laut einem NATO-Beamten fallen täglich bis zu 1.500 russische Soldaten, insbesondere in den Kampfhandlungen um Bachmut, wie 24hamburg.de berichtet. Am 16. März 2023 allein meldete der ukrainische Generalstab 1.000 gefallene russische Soldaten an einem einzigen Tag. Zudem gab es Berichte über die Zerstörung von Militärmaterial in großem Umfang, darunter 3.506 Kampfpanzer und 6.823 gepanzerte Fahrzeuge.

Ein Tagebuch eines russischen Offiziers dokumentierte alarmierende Verluste, so kehrten am 1. März nur 16 von 100 Soldaten zurück. Das russische Verteidigungsministerium hat seit September 2022 keine offiziellen Verlustzahlen mehr veröffentlicht, was die Schätzung der tatsächlichen Verluste erschwert.

Mobilisierungsprobleme in der Ukraine

Auch die ukrainische Militärführung sieht sich Herausforderungen gegenüber, insbesondere in der Mobilisierung ihrer Truppen. Laut zdf.de haben viele wehrfähige Männer keine Motivation, sich der Verteidigung des Landes anzuschließen. Ein neues Gesetz versucht, die Mobilisierung zu erleichtern, indem Männer verpflichtet werden, ihre Daten in einem zentralen System zu aktualisieren. Dennoch bleibt das Mobilisierungssystem in der Praxis ineffizient und weit von einem idealen Zustand entfernt.

Die Ukraine verzeichnete zunächst einen Anstieg der mobilisierten Soldaten durch Reformen, doch die monatlichen Zahlen liegen jetzt weit unter dem notwendigen Niveau. Besonders die Infanterie leidet unter einem akuten Mangel an Soldaten. Gut ausgebildete Spezialisten werden abgezogen, was andere Militärbereiche weiter schwächt. Das Mobilisierungssystem steht somit vor drängenden Reformbedarf, um die militärischen Anstrengungen aufrechtzuerhalten.

Referenz 1
www.t-online.de
Referenz 2
www.24hamburg.de
Referenz 3
www.zdf.de
Quellen gesamt
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