
Am 6. Februar 2025 hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die sich verändernde Lage an der Front in der Ostukraine kommentiert. Laut Selenskyj verlangsamen russische Truppen ihren Vormarsch, während die ukrainischen Streitkräfte von einem anhaltenden Raketenterror berichten. Diese Beobachtungen werden durch das ukrainische Militärblog „DeepState“ unterstützt, das von einem Rückgang russischer Sturmangriffe spricht. Die Gründe für diesen Rückgang bleiben jedoch unklar und könnten sowohl auf eine operative Pause als auch auf die hohen Verluste der russischen Truppen zurückzuführen sein.
Selenskyj beziffert die ukrainischen Verluste auf 45.100 Tote und 390.000 Verletzte, während er die russischen Verluste auf 350.000 Tote und bis zu 700.000 Verwundete schätzt. Diese Zahlen stammen aus den neuesten Meldungen, die einen enormen Verlust an russischen militärischen Fähigkeiten verdeutlichen. Im Jahr 2024 haben die ukrainischen Streitkräfte zudem 13.000 russische Artilleriesysteme zerstört – mehr als in den zwei Jahren zuvor zusammen. Insgesamt belaufen sich die Gesamtverluste der russischen Artillerie auf fast 23.000 Systeme, wie [op-online] berichtet.
Hohe Verluste und komplexe Verhandlungen
Die Verluste für Russland setzen sich aus verschiedenen Berichten zusammen. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte sich zu intensiveren Kontakten zwischen Russland und den USA, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Mitglieder seines Kabinetts Gespräche über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs führen. Dies könnte für künftige Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien von Bedeutung sein. Selenskyj hat diese Möglichkeit betont, während er gleichzeitig darauf hinweist, dass die Offensive in Kursk, in der auch nordkoreanische Soldaten beteiligt sind, entscheidend sein könnte.
Die berichteten russischen Verluste beinhalten auch die nordkoreanischen Truppen, die, laut [fr.de], hohe Verluste erlitten haben, mit etwa 300 Toten und 2.700 Verletzten. Kim Jong-un hat Russland rund 12.000 Soldaten zur Verfügung gestellt, die im Kampfgeschehen in Kursk stationiert sind. Der Druck auf die russischen Streitkräfte bleibt trotz der hohen Verluste auf dem Schlachtfeld hoch.
Ungeprüfte Zahlen und verschiedene Quellen
Trotz der hohen Zahlen gibt es erhebliche Schwierigkeiten bei der Überprüfung der Verluste. Eine Studie, die von einem internationalen Forschungsteam durchgeführt wurde, zeigt, dass Russland seine eigenen Militärverluste stark unterschätzt und oft für jeden getöteten Soldaten nur einen Bruchteil der echten Zahlen angibt. Während Schätzungen im ersten Jahr des Konflikts von rund 76.700 toten russischen und 17.200 toten ukrainischen Soldaten sprechen, kommt es in den offiziellen Berichten häufig zu Verzerrungen der Wahrnehmung. Die Studie, die auf bayesscher Statistik basiert, hat über 4.600 Berichte zu Opfern analysiert, um transparentere Daten zu ermöglichen, wie [watson.ch] berichtet.
Insgesamt bleibt die Lage in der Ukraine und die Entwicklung der russischen Verluste wenig vorhersehbar. Die anhaltenden Konflikte und die Komplexität der politischen Verhandlungen gestalten die Situation zu einem fortwährenden Konfliktherd in Europa, der nicht nur militärische, sondern auch geopolitische Dimensionen hat.