
Am 5. April 2025 wird ein Blick auf jüngste Tragödien in Brasilien geworfen, wo sich die Nation erneut mit den verheerenden Folgen extremer Wetterereignisse auseinandersetzen muss. Historische Begebenheiten an diesem Datum umfassen den Rücktritt von Sir Winston Churchill im Jahr 1955 und die erste Sitzung des frei gewählten Parlaments der DDR im Jahr 1990. Während das Land den nahenden Frühlingsießen feiert, sind die Gedanken vieler mit den Opfern der jüngsten Naturkatastrophen beschäftigt.
Nach heftigen Regenfällen sind in der Stadt Petrópolis mindestens 94 Menschen ums Leben gekommen, wie DW berichtet. Die örtliche Verwaltung hat den Notstand ausgerufen, während Bürgermeister Rubens Bomtempo warnt, dass die Zahl der Toten noch steigen könnte. In weniger als sechs Stunden wurden bis zu 260 Millimeter Regen gemessen, was mehr ist als für den gesamten Februar erwartet. Die Wassermassen führten zu zerstörten Häusern, überfluteten Geschäften und eingeklemmten Fahrzeugen.
Folgen extremer Wettersituationen
Die Stadt ist nahezu unzugänglich, da Geröll und umgekippte Autos den Zugang zum Stadtzentrum blockieren. Eine Tragödie zeichnet sich aber auch in der Umgebung ab: Im benachbarten Bundesstaat Minas Gerais wurden weitere zehn Personen durch Erdrutsche und Überschwemmungen getötet. Zudem berichtete die ZEIT von einer Schlammlawine in Ipatinga, wo ein achtjähriges Kind tot unter den Trümmern eines Hauses entdeckt wurde. Der Bürgermeister der Stadt, Gustavo Nunes, sprach von einer „großen Anzahl an Erdrutschen“, die die Infrastruktur schwer getroffen haben.
Brasilien hat in den letzten Jahren immer häufiger unter extremen Wetterbedingungen gelitten. Der Gouverneur des Bundesstaates Minas Gerais, Romeu Zema, versprach, den örtlichen Behörden Unterstützung zukommen zu lassen. Diese Naturkatastrophen, die oftmals als Folgen des Klimawandels betrachtet werden, häufen sich. Die Bevölkerung erinnert sich, dass im Jahr 2011 über 900 Menschen im Bergland von Rio de Janeiro durch ähnliche Unwetterereignisse starben.
Hilfsmaßnahmen und politische Reaktionen
Präsident Jair Bolsonaro hat während eines offiziellen Besuchs in Russland die Situation in Brasilien genau verfolgt. Er forderte seine Minister auf, den Opfern der Katastrophe sofortige Hilfe zu gewähren. In den letzten Wochen haben die extreme Wetterlage und die damit verbundenen Tragödien das Land in einer Weise betroffen, die an die schlimmsten Zeiten erinnert. Wissenschaftler warnen, dass die Zunahme solcher Wetterextreme eine direkte Folge des Klimawandels ist, was sowohl soziale als auch wirtschaftliche Auswirkungen auf die betroffenen Regionen hat.
Während Brasilien leidet, gedenkt die Welt historische Ereignisse, die Menschen prägten und die gegenwärtige Lage in einen breiteren Kontext setzen. Am heutigen Tag werden auch die Geburtstagsfeierlichkeiten für prominente Persönlichkeiten wie Agnetha Fältskog und Harpo in Erinnerung gerufen, die das kulturelle Erbe des Landes widerspiegeln. Doch während das Land in der Vergangenheit gute Zeiten erlebte, bleibt die Hoffnung auf eine schnelle Verbesserung der gegenwärtigen Situation nur eine vage Illusion.