Ludwigslust

Unternehmer des Jahres aus Ludwigslust kämpft gegen die Insolvenz!

Am 6. April 2025 kämpft der Unternehmer Tom Henning um den Erhalt seiner Firma SHA in Ludwigslust, die Insolvenz angemeldet hat. Ein potenzieller Investor könnte 55 bis 60 Arbeitsplätze retten. Ursachen sind u.a. Ukrainekrieg und Inflation. Kompetenz und Unterstützung sind gefragt, um die Sanierung erfolgreich zu gestalten.

Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma SHA, Tom Henning, sieht sich einem gravierenden Umbruch gegenüber, nachdem sein Unternehmen Ende Januar Insolvenz anmeldete. Henning, der 2018 als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet wurde, kämpft nun um den Erhalt der Firma unter der Aufsicht eines vorläufigen Insolvenzverwalters. Laut Nordkurier könnte ein interessierter Investor bis zu 60 Arbeitsplätze an den Standorten Ludwigslust und Picher sichern.

Die Ursachen für die Insolvenz sind vielseitig. Der Ukrainekrieg, die Energiekrise, gestiegene Inflationsraten und eine rückläufige Investitionstätigkeit haben das Unternehmen stark belastet. Hinzu kommen interne Fehlentscheidungen von Henning, der auch die fehlenden 450.000 Euro im Januar erwähnte. Eine Bank lehnte einen kurzfristigen Kredit ab, was die Situation weiter verschärfte.

Sanierungsstrategien und Investorenprozess

Um die Insolvenz abzuwenden, haben Insolvenzrechtsexperten verschiedene Sanierungsverfahren ausgearbeitet, die von einem Investorenprozess begleitet werden. Dieser umfasst eine Reihe von Phasen, beginnend mit der sorgfältigen Prüfung des Unternehmens, die als Due Diligence bezeichnet wird. In dieser Phase werden potenzielle Investoren angesprochen und ein Teaser mit Informationen über die Firma erstellt. Diese Informationen sind entscheidend für die Ansprache der Investoren, wie Falkensteg beschreibt.

Ein kritischer Bestandteil des Sanierungsprozesses ist es, frisches Eigenkapital zu gewinnen. Das Ziel ist nicht nur die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs, sondern auch eine positive Fortbestehensprognose zu gewährleisten. Die Abwicklung des Investorenprozesses könnte in einem Zeitraum von drei bis vier Monaten erfolgen.

Die Rolle der Gläubigerversammlung und langfristige Lösungen

Entscheidend für die Zukunft der SHA wird die Gläubigerversammlung sein, die darüber entscheidet, ob die Firma fortgeführt oder liquidiert wird. Der vorläufige Insolvenzverwalter von BBL hat bereits positive Sanierungsaussichten in Aussicht gestellt und sieht mehrere Interessenten, was Hoffnung auf eine mögliche Rettung gibt.

Tom Henning hat derweil auf die Schwierigkeiten hingewiesen, mit denen kleine Unternehmen konfrontiert sind, und wünscht sich mehr Unterstützung. Seine Anfrage an das Wirtschaftsministerium blieb bislang unbeantwortet, was den Druck auf die VIA-Legen (Verband der Internetwirtschaft) und lokale Unternehmerverbände erhöht. Diese fordern flexible Lösungen für Unternehmen in der Region, die unter hohen Kosten leiden.

Die bisherigen Investitionen der SHA seit 2018, die sich auf 4,5 bis 5 Millionen Euro belaufen, haben das Unternehmen nicht vor der Insolvenz bewahrt. Dennoch gibt es Anzeichen für eine mögliche Restrukturierung. Mitarbeiter erhalten bis zum 30. April 2025 Insolvenzgeld, sodass sie auf eine baldige Klärung der Situation hoffen können, während die Verhandlungen mit potenziellen Investoren weitergehen.

Die Herausforderungen der SHA sind ein eindringliches Beispiel für die Schwierigkeiten, die Unternehmen in der heutigen wirtschaftlichen Landschaft überwinden müssen. Eine Unternehmenssanierung könnte die Lösung bieten, um eine Zerschlagung zu vermeiden und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Laut Advocado müssen klare Maßnahmen zur Überwindung der Zahlungsunfähigkeit ergriffen werden, und die Unternehmensstruktur muss grundlegend verbessert werden, um den Betrieb erfolgreich fortzuführen.

Referenz 1
www.nordkurier.de
Referenz 2
falkensteg.com
Referenz 3
www.advocado.de
Quellen gesamt
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