
Die politische Landschaft in Köln ist aktuell geprägt von Vorbereitungen für die anstehende Oberbürgermeisterwahl, die am 14. September 2025 stattfinden wird. Ein zentrales Ereignis in dieser Woche ist die Nominierung von Markus Greitemann durch die CDU. Greitemann, der seit 2018 als Baudezernent für die Stadt Köln tätig ist, setzt sich damit an die Spitze der Kölner CDU-Kandidatur, nachdem die Suche nach einem geeigneten Kandidaten lange Zeit schwierig war. Laut Kölner Stadt-Anzeiger endete die schwierige Kandidatensuche der Partei nach mehreren gescheiterten Nominierungsversuchen mit dieser Entscheidung.
Markus Greitemann ist gebürtiger Sauerländer und bringt umfangreiche Erfahrung in der Verwaltung mit, nachdem er zuvor acht Jahre an der Universität Köln tätig war. Interessanterweise hat er auch eine sportliche Vergangenheit als Skirennfahrer. Seine Nominierung wurde einstimmig vom Vorstand beschlossen, nachdem sich der frühere Parteichef Karl Mandl, der zunächst als Kandidat im Rennen war, aufgrund interner Konflikte zurückzog.
Die Konkurrenten im Überblick
Die Kölner OB-Wahl verspricht zudem eine interessante Konkurrenz, denn laut t-online.de steht Greitemann nicht allein auf dem Wahlzettel. Berîvan Aymaz, die für die Grünen kandidiert, war bereits von 2014 bis 2017 im Kölner Stadtrat tätig und setzt auf Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaneutralität. Jedoch ist ihre Kandidatur noch nicht offiziell bestätigt, da die Nominierung durch die Parteimitglieder noch aussteht.
Ein weiterer potenzieller Kandidat ist Torsten Burmester von der SPD, der sich als ehemaliger Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes auf bezahlbaren Wohnraum und Bildung konzentrieren möchte. Auch Volker Görzel von der FDP und Mark Benecke von „Die Partei“ werden als Kandidaten gehandelt, wobei Görzel verstärkt Bürokratieabbau und Sicherheitsinitiativen in den Fokus stellt.
Die amtierende Oberbürgermeisterin
Die derzeitige Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die seit einem Jahrzehnt im Amt ist, hat angedeutet, dass sie möglicherweise erneut kandidieren könnte. Allerdings äußerte sie auch Bedenken und nannte die Frage nach ihrer erneuten Kandidatur „Notwehr“, abhängig davon, wer sich gegen sie in den Wettkampf begeben könnte, wie in 24rhein.de berichtet wird. Rekers künftige Entscheidung könnte die Dynamik der Wahl beeinflussen.
Mit dem näherkommenden Wahltermin und der lukrativen Gelegenheit, den Kölner OB-Sessel zu besetzen, verspricht die politische Arena Kölns noch viel Spannung. Wenn bis zur Wahl keiner der Kandidaten über 50% der Stimmen erhält, wird es am 28. September 2025 zu einer Stichwahl kommen, was dem Wettlauf um das höchste Bürgermeisteramt in Köln eine zusätzliche Wendung geben könnte.
In der kommenden Woche wird außerdem die Wahlstudie „Was Deutschland wirklich bewegt“ veröffentlicht, welche interessante Einblicke in die Gefühlslage der Wählerschaft bieten könnte. Diese Ergebnisse könnten für die Kandidaten von großer Wichtigkeit sein, um ihre Strategien zu verfeinern und sich auf die Bedürfnisse der Wähler einzustellen.
Parallel dazu findet am Sonntag, dem 2. Februar, die Internationale Süßwarenmesse (ISM) in den Deutzer Messehallen statt, die als weltweit größte Messe für Süßwaren und Snacks gilt.