
Am 25. Februar 2025 beeindruckte Klaus Schwager, Jahrgang 1961, als er bei den deutschen Eisschwimm-Meisterschaften nahe Zinnwald seine Klasse unter Beweis stellte. In einer Wassertemperatur von nur 1,1 Grad Celsius absolvierte er die 250 Meter Freistil in einer Zeit von 4:25 Minuten und wurde damit Vizemeister in der Altersklasse 60-69 Jahre. Nur ein Berliner Profi konnte in diesem Wettbewerb schneller schwimmen. Diese Meisterschaften fanden in einem Waldsee statt, in dem fünf 25-Meter-Bahnen aus dem Eis gehackt wurden.
Klaus Schwager ist nicht nur ein talentierter Schwimmer, sondern auch Vorstandsvorsitzender des O-See Sports e.V. und Cheforganisator der O-See-Challenge. Seine Liebe zum Wasser zeigte er bereits beim Triathlon, wo er 850 Meter im Olbersdorfer See in 12 Minuten absolvierte. Schwager hat eine besondere Vorliebe für kaltes Wasser und schwimmt am liebsten ohne Neoprenanzug. Er ist seit Januar 2023 Mitglied eines Vereins für Eisbader und Schwimmer am Krystina-See.
Die Kunst des Eisschwimmens
Schwager gibt zu, dass das Aushalten der Kälte vor allem eine Frage des Geistes ist. Er rät dazu, ruhig zu atmen, um die Kälte besser zu tolerieren. Schwager trainiert ein- bis zweimal pro Woche und bevorzugt das Schwimmen in der Natur. Eisschwimmen erfreut sich nicht nur durch seine Herausforderungen großer Beliebtheit, sondern bietet auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile.
Laut beyondsurfing.com hat die Sportart seit Beginn der Corona-Pandemie an Popularität gewonnen. Eisschwimmen verbessert die Durchblutung, stärkt das Immunsystem, setzt Endorphine frei und kann die mentale Gesundheit fördern. Bei dieser Extremsportart ist allerdings auch Vorsicht geboten, da Risiken wie Kälteschock, Atemnot oder gar Unterkühlung auftreten können.
Herausforderungen und Vorteile
Die richtige Vorbereitung ist entscheidend für angehende Eisschwimmer. Eine schrittweise Gewöhnung an die Kälte ist ratsam, ebenso wie das Training in Begleitung. Grundkenntnisse hinsichtlich Technik und Sicherheit sind wichtig, um Verletzungen oder schlimmere Folgen zu vermeiden. Es wird nicht empfohlen, alleine zu schwimmen, vor allem nicht während des ersten Kontakts mit eiskaltem Wasser.
Klaus Schwager und viele andere Eisschwimm-Enthusiasten erleben jedoch, dass die Vorteile dieser Sportart die Herausforderungen überwiegen. Unter anderem wird die Kälteresistenz verbessert, was viele als überaus wertvoll erachten. Der aktuelle Weltrekord im Eisschwimmen, aufgestellt von Paul Georgescu, liegt bei beeindruckenden 3,50 km.
Der Träger des Vizemeistertitels, Klaus Schwager, ist somit ein lebendiges Beispiel dafür, wie Eisschwimmen sowohl körperliche als auch mentale Gesundheit fördern kann und dabei die Grenzen des persönlichen Muts auslotet.
Der vollständige Bericht über Schwagers Leistungen finden Sie auf Sächsische.de.