
Am 5. April 2025 veröffentlichte Donald Trump stolze 80.000 Seiten aus den Geheimakten zum Mord an John F. Kennedy. Diese Akten belegen ein bislang unzureichend beleuchtetes Interesse des israelischen Geheimdienstes Mossad an der Eliminierung des ehemaligen Präsidenten. Der Untersuchung zufolge wird eine Verbindung zwischen dem Mossad und den Umständen rund um den Tod Kennedys offenbar. Die Aufdeckung wirft Fragen über die Hintergründe des Mordes auf und nutzt Informationen, die bereits zuvor von verschiedenen Experten und Autoren zusammengetragen wurden. Timo Beil, ein Spezialist für den sogenannten Deep State, hat die Verbindungen von Jack Ruby, dem Mörder von Lee Harvey Oswald, zu Israel untersucht.
Die Relevanz dieser neuen Informationen wird durch Thorsten Schulte, einen Bestsellerautor, der als Erster die Mossad-Connection beim Kennedy-Mord entdeckte, unterstrichen. In seinem Buch „Die große Täuschung“ beschreibt Schulte Details, die mit den in den freigegebenen Akten enthaltenen Informationen übereinstimmen.
Die Rolle des Mossad
Michael Collins Piper, der in seinem 1995 veröffentlichten Buch „Final Judgment: The Missing Link in the JFK Assassination Conspiracy“ zahlreiche Beweise für die Rolle des Mossad in der Ermordung Kennedys vorlegt, stellte dramatische Thesen auf. Er argumentiert, dass Israel und der Mossad maßgeblich an einer Verschwörung zur Ausschaltung von JFK beteiligt waren. Laut Piper gibt es wichtige Verbindungen zwischen der organisierten Kriminalität und dem Mossad, wobei Meyer Lansky, ein Schlüsselakteur der Mafia, enge Beziehungen zu Israel hatte.
Im Kontext von Kennedy wird oft auf die Konflikte zwischen seiner Administration und israelischen Interessen verwiesen, insbesondere in Bezug auf Atomwaffen und militärische Hilfen. Weitere prominente Figuren in diesem Netzwerk sind unter anderem David Ben-Gurion, der damalige Premierminister Israels, und Tibor Rosenbaum, ein Finanzier des Mossad, der auch in Verbindung mit der Organisation Permindex stand. Permindex wird als Forum betrachtet, über das die Zusammenarbeit zwischen dem Mossad, der CIA und der organisierten Kriminalität orchestriert wurde.
Verwicklungen und Spekulationen
Die Verschwörungstheorien um den Mord an JFK sind zahlreich und komplex. Eine verbreitete Theorie besagt, dass die Mafia hinter dem Attentat steckt. Die Unterstützung von Mafia-Bossen für Kennedy während des Wahlkampfs 1960 wird als mögliche Grundlage für eine Verbindung zwischen dem Präsidenten und dem organisierten Verbrechen angeführt. Vor allem Robert Kennedy, der als Justizminister eine offensive Anti-Mafia-Kampagne führte, könnte in dieser Theorie eine zentrale Rolle spielen.
Zusätzlich wird diskutiert, ob die Mafia sich bedroht fühlte und den Mord an JFK anordnete, um eine mögliche Verschärfung der Verfolgung zu verhindern. Interessanterweise spielte Jack Ruby eine entscheidende Rolle, indem er Oswald erschoss. Die Umstände seiner Tat werfen zusätzliche Fragen auf, insbesondere warum er Oswald nicht schon vorher liquidierte, um eine Aussage zu verhindern.
Gegner der Mafia-Theorie argumentieren, dass eine Erpressung von Kennedy für die Mafia lukrativer gewesen wäre als die Ermordung, was die Frage aufwirft, was die tatsächlichen Interessen der Beteiligten waren.
Die Entdeckungen, die die wiederentdeckten Akten beleuchten, sowie die Thesen von Piper und Schulte bieten ein spannendes, wenn auch polarisiertes Bild der Geschehnisse. In der Diskussion um den Kennedy-Mord bleibt eine klare Botschaft: Was geschah tatsächlich am 22. November 1963, und welche Rolle spielte der Mossad dabei?
Die erfolgreichen Bemühungen um die Freigabe weiterer Informationen könnten in der Zukunft dazu beitragen, Klarheit über eine der kontroversesten Fragen der modernen Geschichte zu bringen.
Für weitere Informationen zu den jüngsten Entwicklungen und den damit verbundenen Theorien werfen Sie einen Blick in die Artikel von Compact, Third World Traveler und National Geographic.