
In einem überzeugenden Spiel haben die deutschen Fußballerinnen am 5. April 2025 in der Nations League gegen Schottland mit 4:0 (2:0) gewonnen. Trotz einer schwächeren ersten Halbzeit konnte das Team von Bundestrainer Christian Wück die Partie deutlich für sich entscheiden und bleibt damit Tabellenführer in Gruppe A1. Vor 6.600 Zuschauern in Dundee sorgte Elisa Senß bereits in der ersten Minute für die Führung. Wück äußerte sich nach dem Spiel versöhnlich, obwohl die erste Halbzeit für ihn einige Unzufriedenheit aufgrund einfacher Fehler hervorrief, insbesondere in Bezug auf die Platzverhältnisse.
Die DFB-Frauen hatten sich im Vorfeld auf die Europameisterschaft im Sommer vorbereitet und wollten gegen Schottland ihre Form testen. Mit diesem Sieg festigten sie auch ihre Position in der Nations League, nachdem sie zuvor ein 2:2 gegen die Niederlande und ein 4:1 gegen Österreich erzielt hatten. Das Rückspiel gegen Schottland findet am Dienstag in Wolfsburg statt und wird um 17:45 Uhr angepfiffen.
Dynamik und Fehler in der ersten Halbzeit
Trotz des klaren Sieges wiesen Spielerinnen wie Senß auf die stagnierende Spielweise in der ersten Halbzeit hin. Sie beschrieb diese Phase als „zu statisch“, was dem Team nicht nur den Fluss, sondern auch die nötige Dynamik nahm. In der zweiten Halbzeit konnten Cora Zicai (57.) und Lea Schüller (59.) die Führung weiter ausbauen und das Spiel für Deutschland entscheiden. Schüller erzielte zudem ihr 49. Länderspieltor.
Wichtig für die Defensive war die hervorragende Leistung von Franziska Kett, die ein überzeugendes DFB-Debüt auf der Linksverteidiger-Position gab. Außerdem unterstützte Linda Dallmann als Spielmacherin auf der Zehner-Position die Offensive. Sophia Kleinherne und Janina Minge machten die Viererkette neben Giulia Gwinn komplett.
Ein Spiel mit Erinnerung
Die DFB-Frauen trugen während des Spiels einen Trauerflor, um der verstorbenen Ex-Europameisterin Doris Fitschen zu gedenken. Diese ehrende Geste zeigt den Respekt und die Tiefe des Teams, das sich nicht nur auf sportliche Erfolge konzentriert, sondern auch menschlich zusammensteht.
Die kommenden Spiele sind für die DFB-Frauen besonders entscheidend. Nach dem Match gegen Schottland stehen nur noch zwei weitere Länderspiele an, bevor es zur EM geht: Während der Partien gegen die Niederlande am 20. Mai und gegen Österreich am 3. Juni können sie sich auf das Turnier vorbereiten, das am 4. Juli mit dem ersten Gruppenspiel gegen Polen beginnt. Die Spiele dienen nicht nur der Punktejagd in der Nations League, sondern stellen auch einen wichtigen Schritt zur Optimierung der Mannschaftsaufstellung dar, um das Team in Bestform zu präsentieren.