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Chaos um BSW: Wiederholte Vorstandswahl und neue Parteirebellion in Hamburg!

In Hamburg wählt das Bündnis Sahra Wagenknecht erneut seinen Landesvorstand. Grund ist Rechtsunsicherheit bei der ersten Wahl. Pläne zur Bundestagswahl am 23. Februar stehen ebenfalls im Fokus.

In Hamburg hat das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) am 11. Januar 2025 zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen einen Landesvorstand gewählt. Die Wiederholung der Wahl wurde notwendig, um Rechtsunsicherheiten auszuräumen, die bei der ersten Wahl aufgetreten waren, da diese von einem Parteimitglied aus Nordrhein-Westfalen anstelle eines Vertreters aus Hamburg geleitet wurde. Bei der erneut durchgeführten Wahl wurden Konstantin Eulenburg und Jochen Brack erneut als Landesvorsitzende gewählt. Zudem wurden Metin Kaya als stellvertretender Vorsitzender und Christian Kruse als Schatzmeister bestimmt, berichtet Welt.

Die BSW plant, die Landesliste für die anstehende Bundestagswahl am 23. Februar aufzustellen. Bei dieser Gelegenheit sorgte die Rückkehr von Zaklin Nastić, einem prominenten Mitglied, für Aufregung. Sie hatte ursprünglich erklärt, nicht anzutreten, aber gab später bekannt, dass sie aufgrund zahlreicher Rückmeldungen aus Deutschland ihre Entscheidung überdacht habe. Ihre Rückzugsankündigung wurde von der Bundespartei jedoch ohne ihre Zustimmung veröffentlicht. Eulenburg, der ebenfalls als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl angedacht war, kündigte später an, dass es sich hierbei um ein „kleines Missgeschick“ gehandelt habe.

Interne Streitigkeiten und neue Herausforderungen

Mit der Wahl des neuen Landesvorstandes bleibt die BSW nicht ohne interne Konflikte. Die Bildung eines neuen Landesverbandes durch zwei Hamburger BSW-Mitglieder, Dejan Lazic und Norbert Weber, hat für weitere Spannungen gesorgt. Die beiden wurden aus der Partei ausgeschlossen, nachdem sie angeblich wiederholt gegen die Satzung verstoßen und parteischädigendes Verhalten gezeigt hatten. Das neue Bündnis der beiden nennt sich „Bündnis für Vernunft und Gerechtigkeit“ und äußerte Kritik an der Parteispitze.

Die BSW sieht sich zudem vor der Herausforderung, bei den kommenden Wahlen relevante Unterstützung zu gewinnen. Wahlprognosen deuten darauf hin, dass die Partei möglicherweise geringe Chancen auf den Einzug ins Landesparlament hat. Dies könnte durch das politische Klima und die fragmentierte Wählerschaft in Hamburg begünstigt werden. Laut dawum.de zeigen die Wahlumfragen, dass die statistische Fehlertoleranz der Umfragen in den letzten Monaten zwischen 1 und 3 Prozentpunkten liegt, was die Unsicherheit bezüglich des Wahlverlaufs verdeutlicht.

Die BSW hat sich schließlich dazu entschlossen, eine neue Landesvorstandswahl durchzuführen, um ihre Position innerhalb der politischen Landschaft Hamburgs zu festigen. Ob sie in der Lage sein wird, sich in den kommenden Wahlkämpfen erfolgreich zu behaupten, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Referenz 1
www.welt.de
Referenz 2
www.24hamburg.de
Referenz 3
dawum.de
Quellen gesamt
Web: 8Social: 102Foren: 59