BerlinDeutschlandHamburg

Budni expandiert in Berlin: Neue Filialen und ein breites Sortiment!

Budni expandiert in Berlin mit neuen Filialen und einem Sortiment von 20.000 Artikeln. Geschäftsführer Wöhlke setzt auf Qualität, Nachhaltigkeit und Preiswerte Angebote. Marktposition soll gestärkt werden.

Die Drogeriekette Budnikowsky, bekannt als Budni, ist seit 113 Jahren ein fester Bestandteil der Handelslandschaft in Norddeutschland. Ursprünglich 1912 von Elsbeth und Johann Hermann Wöhlke in Hamburg gegründet, zählt sie heute 190 Filialen, vor allem in ihrer Heimatstadt und Umgebung. Aktuell plant Budni, sein Filialnetz signifikant in Deutschland auszubauen, besonders in Berlin, wo das Unternehmen bereits zehn Standorte betreibt und zwei neue Filialen für 2025 anvisiert. Geschäftsführer Christoph Wöhlke hebt hervor, dass ein verstärktes Engagement in Berlin notwendig sei, um die Marke breiter bekannt zu machen, insbesondere im harten Wettbewerb mit etablierten Marken wie dm und Rossmann, die im Jahr 2023 jeweils Umsätze von 11,4 Milliarden Euro und 9,3 Milliarden Euro erzielten.

Budni führt ein umfangreiches Sortiment von etwa 20.000 Artikeln, was mehr als die 12.500 Artikel von dm sowie weniger als die bis zu 23.000 Artikel von Rossmann ist. Dabei schöpft die Kette aus verschiedenen Produktkategorien, darunter Eigenmarken, Tiefkühlkost, Kleidung und Lebensmittel. Besonders bemerkenswert ist der Fokus auf Nachhaltigkeit und die Unterstützung junger Unternehmen durch die Aufnahme weniger bekannter Marken in das Sortiment.

Expansionspläne und Marktstrategien

Die Kette, die auch für ihre Eigenmarken wie „Blütezeit“ und „Joolea“ bekannt ist, hat zuletzt mit der Edeka-Gruppe kooperiert, um ihren Markenausbau zu fördern. Diese strategische Partnerschaft, die seit 2017 besteht, sorgt dafür, dass Budni von Edeka’s Einkaufsvorteilen und logistischen Kapazitäten profitieren kann. Dennoch plant Budni nun eine selbstständige Expansion, um unabhängig von Edeka weiterwachsen zu können, was auch die Eröffnung neuer Standorte in Berlin umfasst. Laut Christoph Wöhlke strebt das Unternehmen schließlich an, in Berlin eine ähnliche Marktstellung wie in Hamburg zu erreichen.

Mit den neuen Filialeröffnungen in Berlin und dem geplanten Serviceausbau, inklusive Paketabholboxen, verfolgt Budni das Ziel, die Kundenbindung zu stärken und ein attraktives Einkaufserlebnis zu bieten. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen preislich wettbewerbsfähig, indem es auf Aktionsangebote setzt und weiterhin über die Edeka-Gruppe einkauft.

Marktposition und Herausforderungen

Im Kontext der deutschen Drogeriemarktbranche ist Budni ein kleinerer Spieler, vor allem im Vergleich zu Giganten wie dm und Rossmann, die beide mit erheblichen Investitionen in ihre Filialen agieren. So plant dm, über 40 neue Märkte zu eröffnen und stolze 170 Millionen Euro in sein Filialnetz zu investieren, während Rossmann 75 neue Standorte anvisiert mit einem Investitionsvolumen von 230 Millionen Euro. In diesem Wettbewerbsumfeld betrachtet Budni die Herausforderungen wie hohe Eröffnungskosten und geringe Markenbekanntheit außerhalb Norddeutschlands als wichtige Punkte, die es zu überwinden gilt.

In einer detaillierten Marktübersicht wird auch offensichtlich, dass Budni, nach dem Rückzug von Edeka Minden-Hannover und dem Schließen mehrerer Standorte, die lediglich unter Edeka Südwest betrieben werden, seine Position im Markt neu definieren muss. Während Budnikowsky mit 186 Filialen und einem geschätzten Umsatz von 529 Millionen Euro wesentlich besser platziert ist, zeigt Budni mit einem Umsatz von rund 11 Millionen Euro, dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt.

Insgesamt zeigt die Unternehmensstrategie von Budni ein klares Bekenntnis zur Expansion und zur Verbesserung der Marktstellung in einem stark umkämpften Sektor, was das Unternehmen zu einem ernsthaften Herausforderer im deutschen Drogeriemarkt machen könnte.

Referenz 1
www.ruhr24.de
Referenz 2
www.wmn.de
Referenz 3
www.handelsdaten.de
Quellen gesamt
Web: 15Social: 127Foren: 11