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Bundesverfassungsgericht: DFL muss für Polizeikosten bei Hochrisikospielen zahlen!

Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass Fußballvereine an Polizeikosten bei Hochrisikospielen beteiligt werden können. Auswirkungen für DFL und Clubs wie Schalke 04 stehen bevor.

Das Bundesverfassungsgericht hat am 14. Januar 2025 entschieden, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) für zusätzliche Polizeikosten bei Hochrisikospielen aufkommen muss. Diese Entscheidung, die ein Ergebnis eines langwierigen Rechtsstreits war, könnte weitreichende finanzielle Auswirkungen für die DFL und die Organisation zukünftiger Fußballspiele haben. Dieser Schritt folgt der Einführung einer Regelung in Bremen im Jahr 2014, die es ermöglicht, Gebühren für Polizeieinsätze bei Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern zu erheben.

Dabei handelt es sich um eine Regelung, die darauf abzielt, den Mehraufwand für zusätzliche Polizeikräfte bei solchen Veranstaltungen auf die Veranstalter zu übertragen. Die DFL hatte zuvor in ihrer Verfassungsbeschwerde argumentiert, dass die öffentliche Sicherheit eine staatliche Kernaufgabe sei, die aus Steuermitteln finanziert werden sollte. Das Gericht wies diese Argumentation jedoch zurück und stellte fest, dass die Gebührenregelung verfassungsgemäß ist und nicht unangemessen in die Berufsfreiheit eingreift.

Keine einheitliche Regelung: Bundesländer im eigenen Ermessen

Das Urteil erlaubt den Bundesländern, eigene Entscheidungen über die Erhebung von Kosten zu treffen. Besonders das Land Bremen hatte 2015 eine Rechnung über 425.000 Euro an die DFL nach einem Spiel zwischen Werder Bremen und Hamburger SV gestellt. In Nordrhein-Westfalen wird vorerst jedoch keine Gebührenpflicht für Vereine wie den FC Schalke 04 erwartet.

Innenminister Herbert Reul (CDU) hat erklärt, dass er es für nicht sinnvoll halte, von den Vereinen Kosten zu verlangen, sofern diese für Ruhe und Ordnung in ihren Stadien sorgen. Dies stellt die Vereine wie FC Schalke 04, Borussia Dortmund oder den 1. FC Köln vor die Aufgabe, Maßnahmen zu ergreifen, um zukünftige Kosten durch Polizeieinsätze zu vermeiden.

Implikationen für den Profifußball

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hat das Potenzial, die Finanzierungsstruktur für Sicherheitsmaßnahmen im deutschen Profifußball grundlegend zu verändern. Die DFL und die 1. sowie 2. Bundesliga stehen vor der Herausforderung, sich an den zusätzlichen Kosten für Polizeieinsätze zu beteiligen. Dies könnte zu Ticketpreiserhöhungen führen, um die finanziellen Belastungen zu bewältigen.

Ein zusätzliches Risiko besteht in der möglichen Einschränkung der Fanaktivitäten und der damit verbundenen Traditionen, welche die Atmosphäre in den Stadien prägen. Durch verstärkte Überwachung und Identifikation potenzieller Verursacher von Strafen wird auch die Sorge um die Unbefangenheit der Fangruppen wachgerufen. Die Reaktionen der Bundesländer auf diese neuen Entwicklungen sind gemischt, wobei einige erwägen, ähnliche Regelungen wie in Bremen einzuführen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Urteil des Bundesverfassungsgerichts einen Wendepunkt für die Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen im deutschen Profifußball darstellt. Es zeigt die Notwendigkeit auf, dass Vereine und die DFL gemeinsam an Lösungen arbeiten müssen, um sowohl die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten als auch die finanzielle Belastung für die Vereine zu minimieren.

Für weitere Informationen zu diesem Thema lesen Sie die vollständigen Berichte auf derwesten.de, bundesverfassungsgericht.de und fachanwalt.de.

Referenz 1
www.derwesten.de
Referenz 2
www.bundesverfassungsgericht.de
Referenz 3
www.fachanwalt.de
Quellen gesamt
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