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Trump pausiert Zölle gegen Kanada: Neuer Pakt gegen Drogen!

US-Präsident Donald Trump pausiert die angedrohten Zölle gegen Kanada nach Gesprächen mit Premierminister Trudeau. Was sind die Hintergründe und Folgen dieser Entscheidung?

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die angedrohten Strafzölle gegen Kanada vorerst auszusetzen. Dies geschieht nach einem Gesprächstermin mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau. Laut Berichten der Nachrichtenagentur AFP werden die Erhöhungen für einen Zeitraum von 30 Tagen ausgesetzt. Dies soll dazu dienen, die Handelsbeziehungen zu stabilisieren und mögliche wirtschaftliche Auswirkungen zu minimieren.

Trudeau informierte über die Entscheidung, dass die Zölle nur wenige Stunden vor ihrem geplanten Inkrafttreten ausgesetzt wurden. Im Rahmen dieses Deals verpflichtet sich Kanada, unter anderem einen speziellen Regierungsbeauftragten zu ernennen, der sich im Kampf gegen den Fentanylschmuggel einsetzen soll. Zudem plant Kanada, mexikanische Drogenkartelle auf die Terrorliste zu setzen und eine gemeinsame Spezialeinheit mit den USA gegen organisiertes Verbrechen, Fentanyl-Handel und Geldwäsche zu gründen. Diese Maßnahmen sind Teil der Bemühungen, die Sicherheitslage zu verbessern und die Drogenkriminalität zu bekämpfen.

Die Hintergründe der Zölle

Im Vorfeld hatte Trump, der die Zölle ursprünglich für den 4. Februar erlassen wollte, die Notwendigkeit dieser Maßnahmen vor allem mit der Bedrohung durch illegale Einwanderer und Drogen, insbesondere Fentanyl, begründet. Der Präsident bezeichnete mexikanische Drogenkartelle als „die weltweit größten Händler von Fentanyl“ und betonte, dass er die Amerikaner vor dieser Bedrohung schützen möchte. Fentanyl gilt als hundertmal stärker als Morphium und ist eine der Hauptursachen für eine Überdosis-Epidemie in den USA, die laut Experten die Todesursache für viele Amerikaner im Alter zwischen 18 und 45 Jahren darstellt, wie Epoch Times berichtet.

Trump hatte in dieser Zeit auch angedeutet, dass er eine stärkere Integration Kanadas als „51. Bundesstaat“ der USA in Betracht ziehe, um Zölle und Handelsstreitigkeiten zu vermeiden. Er bot Kanada militärischen Schutz an und argumentierte, dass eine Anbindung an die USA Vorteile für die Kanadier bringen würde. Gleichzeitig sprachen Experten darüber, dass die Realität des Fentanyl-Handels komplexer ist, als von der Trump-Administration dargestellt. Tatsächlich spielt Kanada eine minimale Rolle im Fentanyl-Schmuggel, während der Großteil des Fentanyls aus Mexiko in die USA gelangt.

Vorwürfe und tatsächliche Daten

Die Trump-Administration hat den vollen Umfang des Drogenhandels nicht korrekt eingeschätzt, wie aus verschiedenen wissenschaftlichen Studien hervorgeht. Laut NPR sind die Fentanyl-Todesfälle in den Jahren 2022 und 2023 bei insgesamt etwa 114.000 pro Jahr registriert worden. Zudem beleuchten die Centers for Disease Control and Prevention, dass die tödlichen Überdosen von Fentanyl und anderen Drogen seit Juni 2023 um mehr als 21 Prozent gesunken sind.

Im Jahr 2024 wurden weniger als 50 Pfund Fentanyl aus Kanada in die USA geschmuggelt, was im Vergleich zu über 21.000 Pfund aus Mexiko ein verschwindend geringer Anteil ist. Trudeau stellte klar, dass der Schmuggel von Fentanyl aus Kanada weniger als 1% des Gesamtangebots in den USA ausmacht. Dies steht im Kontrast zu Trumps Behauptungen über die Bedrohung durch kanadische Drogenbanden.

Die kanadischen Strafverfolgungsbehörden hatten bereits Maßnahmen gegen Fentanyl-Produzenten ergriffen, bevor die Zölle angekündigt wurden. Zudem haben mexikanische Drogenorganisationen, die von den kriminellen Netzwerken in Mexiko unterstützt werden, eine wichtige Rolle im Fentanylhandel.

Mit der derzeitigen geopolitischen Lage und den bevorstehenden Wahlen in Kanada könnte die Aussetzung der Zölle dabei helfen, den politischen Druck zu mildern. Premierminister Justin Trudeau steht unter Druck, nachdem seine liberale Partei in den Umfragen deutlich nachlässt und Neuwahlen bis spätestens Oktober 2025 angekündigt wurden. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Kanada.

Referenz 1
www.op-online.de
Referenz 2
www.epochtimes.de
Referenz 3
www.npr.org
Quellen gesamt
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