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Politikerin Ayaka Yoshida: Morddrohungen nach Aufruf gegen Menstruationsarmut!

Ayaka Yoshida, Politikerin in Japan, erhält Morddrohungen, nachdem sie auf Menstruationsarmut hinweist. Eine Diskussion über öffentliche Hygieneartikel und die Gefahren der Stigmatisierung entfaltet sich.

Ayaka Yoshida, eine 27-jährige Politikerin der Kommunistischen Partei in der Präfektur Mie, hat in einer Pressekonferenz auf ein ernstes Problem hingewiesen, das viele Frauen in Japan betrifft: Menstruationsarmut. Sie berichtete, dass sie über 8000 E-Mails mit Morddrohungen erhalten habe, nachdem sie auf X (ehemals Twitter) über ihre überraschende Periode und den Mangel an Hygieneartikeln in der Rathaus-Toilette berichtet hatte. In diesem Kontext äußerte sie den Wunsch, dass Damenbinden wie Toilettenpapier kostenlos zur Verfügung gestellt werden sollten. Die Drohungen, die sie erhielt, beinhalteten den erschreckenden Satz: „Ich werde die Abgeordnete Ayaka Yoshida umbringen.“ Die Kommunikation fand von Freitagabend bis Montagmittag im Ein-Minuten-Takt statt, was die Dringlichkeit ihrer Anfrage unterstreicht, so sueddeutsche.de.

Die Diskussion über die Ausstattung öffentlicher Toiletten mit Damenbinden nimmt in Japan zu. Trotz der Tatsache, dass Menstruationsarmut ein globales Problem ist, unter dem viele Frauen und Mädchen leiden, wird das Thema oft stigmatisiert. Laut UN Women haben zahlreiche Frauen gesundheitliche Nachteile und können aufgrund fehlender Hygieneartikel nicht zur Schule oder zur Arbeit gehen. Zu den Ursachen der Menstruationsarmut zählen hohe Preise durch Steuern, fehlendes Wissen und gesellschaftliches Stigma. In Japan hingegen bieten viele Schulen und Gemeinden kostenlose Binden an, während in einigen Frauentoiletten Automaten für den Kauf von Binden installiert sind. Neueste Entwicklungen umfassen einen diebstahlsicheren Damenbinden-Spender, der über eine Smartphone-App zugänglich ist.

Gesellschaftliche Herausforderungen rund um die Menstruation

Yoshida betont, dass der soziale Druck und die Stigmatisierung erhebliche Hürden für Frauen und Mädchen darstellen. Kritiker der Befürworterinnen der kostenlosen Damenbinden werfen diesen zudem vor, sie seien selbstsüchtig. Die Situation, in der sich Yoshida befindet, ist nicht isoliert, sondern wird von einer breiteren Diskussion über Frauenrechte und Gleichstellung begleitet. Ein starkes Bekenntnis zur Menstruationsgerechtigkeit ist notwendig, um den Herausforderungen entgegenzuwirken. Diese Belastungen werden auch in Umlauf gebrachte Publikationen wie dem AMAZONEN Magazin thematisiert, das sich umfassend mit dem Thema Menstruation, Umweltschutz und sozialer Ungleichheit auseinandersetzt. Ein Artikel im Magazin, „Blut ist schwerer als Wasser – von wässrigen Wahlprogrammen und tiefroter Rebellion“, führt die Diskussion über die Inhaltsstoffe von Tampons und deren Umweltauswirkungen weiter.“ wecf.org.

Einweg-Menstruationsprodukte bestehen zu bis zu 90 Prozent aus Plastik und enthalten potenziell gesundheitsschädliche Chemikalien. Viele fühlen sich zudem finanziell belastet, insbesondere in Ländern, in denen es keine einheitliche gesetzliche Regelung zur Beendigung der Tampon-Steuer gibt. Diese Problematik wird weitergehend von verschiedenen Initiativen adressiert, die sich für das Bewusstsein über Menstruationshygiene und gerechte Zugänge zu Hygieneartikeln einsetzen. Auch auf globaler Ebene gibt es Bestrebungen, den Zugang zu Hygieneprodukten zu verbessern und das Stigma rund um das Thema abzubauen.

Internationale Bemühungen und lokale Initiativen

Auf internationaler Ebene steht die Diskussion über Menstruationshygiene bereichsübergreifend im Fokus. Die Entwicklungsministerin Svenja Schulze hat betont, dass weltweit über 600 Millionen Mädchen und Frauen keinen Zugang zu Hygieneprodukten haben. Dieser Mangel an Sanitäranlagen und Möglichkeiten, die Hygiene während der Periode aufrechtzuerhalten, hindert Frauen und Mädchen daran, aktiv am Schul- und Arbeitsalltag teilzunehmen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) engagiert sich in diesem Zusammenhang mit Programmen wie „Sanitation for Millions“, die den Zugang zu Hygieneartikeln verbessern und gleichzeitig das Bewusstsein für Menstruationsthemen schärfen. Dies geschieht unter anderem durch Kampagnen in sozialen Medien und die Zusammenarbeit mit Influencern, um Tabus rund um Menstruation zu brechen. Die #LetsTalkPERIOD Kampagne wird auf Partnerländer in Afrika ausgeweitet.

In Ländern wie Jordanien, Kolumbien, Pakistan und Uganda wurden bereits Toiletten in Schulen und Gesundheitseinrichtungen eingerichtet, um die Situation zu verbessern. Auf den Philippinen haben 27 Millionen Schüler*innen Informationsmaterialien über Menstruationsgesundheit erhalten. Solche Initiativen sind entscheidend, um Barrieren abzubauen und Menstruationsarmut zu bekämpfen. Innovative Lösungen zur Herstellung von günstigen, wiederverwendbaren Binden, wie die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Mela for Her in Äthiopien, zeigen, dass ein ganzheitlicher Ansatz notwendig ist, um Menstruation als Hürde für Frauen im Job zu beseitigen. Es bleibt zu hoffen, dass der Mut von Frauen wie Ayaka Yoshida, über ihre Erfahrungen zu berichten und für Veränderungen zu kämpfen, einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung dieser Herausforderungen leistet. bmz.de.

Referenz 1
www.sueddeutsche.de
Referenz 2
www.wecf.org
Referenz 3
www.bmz.de
Quellen gesamt
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