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Boris Becker in der Verschwörung: Hitler überlebte den Krieg?

Boris Becker sorgte für Aufsehen, als er einen umstrittenen Tweet zu Adolf Hitler teilte, der die Theorie über sein angebliches Überleben in Frage stellt. Nach öffentlicher Kritik löschte er den Beitrag am 3. April 2025.

Am 3. April 2025 geriet der ehemalige Tennisstar Boris Becker in die Schlagzeilen, als er auf der Plattform X einen Beitrag teilte, der eine umstrittene Theorie über Adolf Hitler propagierte. In diesem Tweet stellte Becker die Behauptung in den Raum, Hitler habe den Zweiten Weltkrieg überlebt und sei nach Südamerika geflüchtet. Dies sorgte für erhebliche öffentliche Kritik, da die historische Evidenz diesen spekulativen Überlegungen diametral entgegensteht. Historische Fakten belegen, dass Adolf Hitler am 30. April 1945 in Berlin starb und seine Überreste eindeutig identifiziert wurden. Französische Wissenschaftler bestätigten 2017, dass die in Moskau gefundenen Überreste tatsächlich zu Hitler gehören, was diese Theorie als unbegründet entlarvt.

Becker zeigte sich in seinem Tweet verwundert über die weit verbreiteten Filme und Erzählungen, die behaupten, Hitler sei in Deutschland oder Österreich gestorben. Sein Anwalt stellte klar, dass Becker die kontroverse Behauptung nicht unterstützen wollte, sondern lediglich seine Verwunderung über die kursierenden Theorien zum Ausdruck brachte. Dennoch löschte Becker seinen Beitrag am selben Tag, um weiteren negativen Reaktionen zu entgehen.

Die Macht der sozialen Netzwerke

Die Verbreitung solcher Verschwörungstheorien, wie sie Becker ansprach, ist nicht neu und wird oft den sozialen Netzwerken zugeschrieben. Wie die Bundeszentrale für politische Bildung feststellt, erleichtern und beschleunigen diese Plattformen die Verbreitung von Verschwörungserzählungen erheblich. Vor allem das Phänomen QAnon illustriert, wie verschiedene Verschwörungsglauben in der digitalen Welt zusammenkommen, um eine breite Anhängerschaft zu mobilisieren.

QAnon, das zunächst anonym auf 4chan im Jahr 2017 auftauchte, vereint Verschwörungsframes und Narrativen, in denen eine vermeintliche satanistische Elite und ein „deep state“ eine zentrale Rolle spielen. Diese narrativen Strukturen haben sich auch in Deutschland und anderen Ländern verbreitet und finden immer wieder Gehör in sozialen Netzwerken, die es Nutzern ermöglichen, Inhalte mit minimalem Aufwand zu veröffentlichen. Die Verbreitung solcher Erzählungen wird nicht nur durch die Interaktivität der Plattformen gefördert, sondern auch durch die Tatsache, dass viele Nutzer Schwierigkeiten haben, verlässliche Quellen zu identifizieren.

Aktuelle Umfragen zeigen, dass ein erheblicher Anteil der Bevölkerung, etwa 15% der US-Amerikaner*innen, an die Existenz einer satanistischen Elite in der Regierung glaubt. Die sozialen Hintergründe der Nutzer*innen und die Struktur sozialer Netzwerke tragen entscheidend zur Polarisierung und Entfremdung vom gesellschaftlichen Diskurs bei, was in der Ära von QAnon besonders auffällt.

Die Gefahren, die mit der Verbreitung dieser Theorien einhergehen, sind vielfältig. Die digitale Enthemmung in sozialen Medien kann nicht nur die Gewaltbereitschaft erhöhen, sondern auch das Vertrauen in die Demokratie und gesellschaftliche Institutionen untergraben. Das Beispiel Becker verdeutlicht, wie schnell kontroverse Inhalte die öffentliche Diskussion prägen können und wie wichtig es ist, bei der Konsumation von Informationen kritisch zu bleiben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Geschehnisse um Boris Becker und die damit verbundenen Verschwörungstheorien ein weiteres Beispiel dafür sind, wie soziale Netzwerke und unbewiesene Theorien eng miteinander verwoben sind und welche Herausforderungen dies für die Informationsgesellschaft mit sich bringt.

Für weitere Details lesen Sie die vollständigen Berichte auf Ruhr24 und bpb.de.

Referenz 1
www.ruhr24.de
Referenz 3
www.bpb.de
Quellen gesamt
Web: 12Social: 21Foren: 27