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Mpox-Alarm: Experten warnen vor wachsender Bedrohung in Berlin!

Experten warnen vor Mpox als zunehmende Gesundheitsbedrohung. Mit steigendem Infektionsrisiko, insbesondere bei internationalen Veranstaltungen, ist eine rasche Reaktion notwendig. Schutzmaßnahmen und Überwachung gefordert.

Experten warnen vor den potenziellen Gefahren des Mpox-Virus, das sich zu einer ernsthaften globalen Gesundheitsbedrohung entwickeln könnte. Laut einer Studie im Fachmagazin „Nature Medicine“ von der University of Surrey sind Mensch-zu-Mensch-Übertragungen und mehrere anhaltende Ausbrüche verschiedener Viruskladen besorgniserregende Faktoren. Derzeit gibt es nationale Epidemie- und Pandemierisiken, insbesondere durch die hochübertragbare Klade Ia, die vom Tier auf den Menschen übertragen wird. Die Lage in Berlin ist alarmierend: Seit Jahresbeginn 2025 wurden bereits 43 Fälle gemeldet, was mehr als viermal so viel ist wie in den beiden vorhergehenden Jahren, wobei die Erkrankungen fast ausschließlich Männer mit einem Durchschnittsalter von 34 Jahren betreffen. Am 3. April wurden deutschlandweit 154 Fälle festgestellt, und Experten vermuten eine hohe Dunkelziffer an nicht erfassten Infektionen.

Die steigende Zahl an Mpox-Infektionen wird insbesondere durch internationale Großveranstaltungen und Festivals begünstigt. Das Virus führt zu typischen Symptomen wie Hautausschlägen, Fieber und Muskelschmerzen. Besonders gefährdet sind Kinder und immungeschwächte Personen, bei denen schwere Verläufe auftreten können. Experten sind sich einig, dass mangelnde Gegenmaßnahmen und eine unzureichende Überwachung das Epidemierisiko erhöhen. Angesichts der tierischen Reservoirs des Mpox-Virus ist eine vollständige Ausrottung nicht möglich. Zurzeit gibt es aktue Ausbrüche in Afrika mit vier Virusvarianten (Klade 1a, 1b, 2a, 2b), deren Konkurrenz untereinander möglicherweise die Evolution und Anpassung des Virus fördert. Außerdem wird das Risiko einer Übertragung auf Kinder als besonders alarmierendes Problem angesehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Mpox bereits als „Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ eingestuft.

Übertragungswege und Symptomatik

Der Erreger des Mpox-Virus, das Monkeypox-Virus (MPXV), gehört zur Familie der Orthopocken. Anders als die klassischen Pocken, die 1980 durch umfassende Impfkampagnen ausgerottet wurden, zeigt Mpox in der Regel mildere Symptome. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt durch engen Kontakt, besonders wenn Hautläsionen vorhanden sind. Diese Übertragungsrisiken führen dazu, dass diejenigen, die infiziert sind, engen Kontakt mit anderen Menschen vermeiden sollten, bis der Hautausschlag abgeheilt ist. Die Erkrankung kann bis zu vier Wochen andauern, und nach der Heilung sind zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen, wie das Verwenden von Kondomen bei sexuellen Kontakten, für weitere acht Wochen ratsam.

Die Übertragbarkeit des Mpox-Virus ist neben der direkten Mensch-zu-Mensch-Transmission auch eine Herausforderung in Bezug auf Hygienestandards. Die Übertragung vom Tier auf den Menschen ist ebenfalls möglich, insbesondere durch Kontakt mit Nagetieren, die als natürliche Reservoirs angesehen werden. Es gibt Hinweise auf vereinzelte Fälle von Kuhpocken in Deutschland, hervorgerufen durch den Kontakt mit kleinen Haustieren.

Prävention und Gesundheitsmaßnahmen

Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt strikte Isolationsmaßnahmen bei Verdacht auf Mpox Klade I oder nachgewiesenen Infektionen. sollte die Isolation nur aufgehoben werden, wenn die Infektion nicht bestätigt ist oder die Symptome vollständig abgeklungen sind. Für Klade II wird bei abdeckbaren Läsionen auf eine strikte häusliche Isolation verzichtet, solange keine weiteren Symptome vorliegen. Auch der Kontakt zu hochriskanten Gruppen, wie Schwangeren und immungeschwächten Personen, sollte während einer Infektion strikt vermieden werden.

Es besteht ein erheblicher Mangel an Impfstoffen, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere in Afrika, was die Bekämpfung des Virus erheblich erschwert. Die durch das Mpox-Virus hervorgerufenen Infektionen müssen daher nicht nur hinsichtlich ihrer aktuellen Ausbreitung, sondern auch durch internationale Zusammenarbeit und verbesserte regionale Gesundheitsstrukturen angegangen werden. Dies erfordert eine angepasste Strategie zur Überwachung und Bekämpfung der Epidemien.

Für Kontaktpersonen mit geringem Infektionsrisiko wird empfohlen, regelmäßige Rücksprache mit Gesundheitsbehörden zu halten und die Möglichkeit einer postexpositionellen Impfung zu prüfen.Op-Online berichtet, dass …

Zusätzliche Informationen zu Mpox und dessen Symptomen sowie zu empfohlenen Verhaltensweisen finden sich auf der Webseite des RKI und beim Bundesgesundheitsministerium.

Referenz 1
www.op-online.de
Referenz 2
www.rki.de
Referenz 3
www.bundesgesundheitsministerium.de
Quellen gesamt
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