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Helene Hegemann entfesselt mit „Striker“ ein düsteres Kampfkunst-Drama!

Helene Hegemann veröffentlicht 2025 ihren neuen Roman „Striker“, der die Suche nach Identität und Autonomie in einer dunklen Stadt thematisiert. Protagonistin N kämpft gegen innere und äußere Konflikte.

Helene Hegemann hat im Jahr 2025 ihren neuen Roman „Striker“ veröffentlicht, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Hegemann, die am 19. Februar 1992 in Freiburg im Breisgau geboren wurde, ist als Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Regisseurin bekannt. Ihr Debütroman „Axolotl Roadkill“, der 2010 veröffentlicht wurde, machte sie über Nacht berühmt, aber auch zum Ziel von Plagiatsvorwürfen. Dennoch wurde er in 15 Sprachen übersetzt und gilt als ein wegweisendes Werk der deutschen Literatur.

In „Striker“ spielt die Handlung in einer Stadt, die möglicherweise Berlin ist. Die Protagonistin, N, ist eine Kampfsportlerin, die auf einen entscheidenden Wettkampf gegen ihre Rivalin trainiert und verschiedenen Menschen im Fitnessstudio – darunter eine anorektische Frau, einen Turnschuhdesigner und eine Spitzenpolitikerin, mit der sie eine Affäre hat – ein Training gibt. Die gesellschaftlichen Themen, die Hegemann beschäftigen, zeigen sich deutlich: Die Suche nach Halt und Autonomie sowie die Auseinandersetzung mit Gewalt und innerer sowie äußerer Versehrtheit stehen im Mittelpunkt der Erzählung.

Die komplexe Welt von „Striker“

N ist durch eine Gesichtsdeformation geprägt, die sie seit ihrer Kindheit begleitet. Ihre Unsicherheit über den eigenen Platz im Leben wird im Kontrast zu den extremer Reichtum und Armut in ihrer Umgebung deutlich. Sie hat von ihrem Boss Jürgen die Kunst der Nachgiebigkeit im Kampf gelernt und sieht sich zwischen Obdachlosen und dem Sternerestaurant ihrer Geliebten gefangen. Eine neue Frau namens Ivy zieht ins Dachgeschoss von Ns Wohnhaus und behauptet, mit einem geheimnisvollen Straßenkünstler, den sie Striker nennt, zusammenzuleben. Dieser Striker hinterlässt bemerkenswerte Zeichen an den Wänden der Stadt und zieht N in seinen Bann.

Der Roman wird als ein Akt der Selbstverteidigung beschrieben, der die Wucht der Lebensumstände in eine eindringliche Erzählung umleitet. Hegemann, die mit ihrem vorherigen Film „Deine Brüder“ ähnliche Themen von Gewalt und Kontrollverlust behandelt hat, erweitert in „Striker“ ihr künstlerisches Spektrum und entführt die Leser in eine düstere Welt voller innerer Kämpfe und sozialer Unruhen.

Helene Hegemann: Ein Blick auf die Autorin

Die Schriftstellerin, die als Tochter des Dramaturgen Carl Hegemann und der Grafikerin Brigitte Isemeyer aufwuchs, hat seit ihrem Umzug nach Berlin im Alter von 13 Jahren eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Nach der Mittleren Reife brach sie die Schule ab, um sich dem Schreiben zu widmen. Ihr Theaterstück „Ariel 15“ wurde 2007 premiert, und mit nur 14 Jahren schrieb sie das Drehbuch für „Torpedo“, das 2008 den Max-Ophüls-Preis gewann.

Über die Jahre hat Hegemann mehrere Romane veröffentlicht, darunter „Bungalow“, der 2018 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand. Neueste Werke, wie ein Essay über Patti Smith, erhielten positive Kritiken. Im Jahr 2025 widmete sie sich nicht nur der Veröffentlichung von „Striker“, sondern schrieb auch das Vorwort zu Alice Zeniters Buch „Eine ganze Hälfte der Welt“. Ihre literarische Stimme und ihre vielschichtige Perspektive schaffen ein eindrucksvolles Gesamtbild der modernen deutschen Literatur.

Der Roman „Striker“ wird als dunkles Buch beschrieben, das die Extreme von Reichtum und Armut thematisiert und damit den Charakter von Ns innerem Kampf zur deutlich macht. Die FAZ berichtet, dass Hegemann mit diesem Werk erneut an die existenziellen und sozialen Fragestellungen ihrer vorherigen Arbeiten anschließt und die Leser auf eine intensive emotionale Reise mitnimmt.

Weitere Informationen zu Helene Hegemann finden sich in ihrer Wikipedia-Seite.

Referenz 1
www.faz.net
Referenz 3
de.wikipedia.org
Quellen gesamt
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