
Am 5. April 2025 kam es in den USA zu historischen Protesten gegen die Politik von Präsident Donald Trump und Berater Elon Musk. Vor allem in den 50 US-Bundesstaaten fanden Demonstrationen statt, in denen die Teilnehmer klar ihre Unzufriedenheit über Kürzungen im Verwaltungs- und Bildungswesen, zusätzliche Zölle sowie das Vorgehen gegen Migranten zum Ausdruck brachten. Die Demonstranten warfen Trump vor, die Demokratie und den Rechtsstaat zu untergraben. Das Motto der weitreichenden Proteste in Washington lautete „Finger weg!“
In der Hauptstadt selbst zogen mehrere tausend Menschen zur National Mall in der Nähe des Weißen Hauses. Mit Schildern wie „Nicht mein Präsident!“, „Hört auf, Amerika zu zerstören!“ und „Schande über Trump!“ machten die Teilnehmer auf ihre Anliegen aufmerksam. Berichte über ähnliche Proteste kamen aus Städten wie Lansing (Michigan), New York City, Houston (Texas) und Palm Beach Gardens (Florida).
Internationale Dimensionen der Proteste
Die Proteste beschränkten sich jedoch nicht nur auf die USA. Auch in europäischen Hauptstädten wie Berlin, Rom und Paris fanden Demonstrationen statt. In Berlin versammelten sich rund 250 Menschen, die unter anderem gegen Elon Musk protestierten. Organisiert wurden die Aktionen von Gruppen wie Campact, Fridays for Future und dem Bündnis „Tesla den Hahn abdrehen“. In London gingen Hunderte auf die Straße, darunter auch US-Amerikaner, um ihrer Kritik Ausdruck zu verleihen.
Das einheitliche Motto der europäischen Demonstrationen war „Hände weg!“. Diese Proteste waren eine Reaktion auf Trumps Ankündigung neuer globaler Zölle. In Frankfurt riefen die Organisatoren von Democrats Abroad dazu auf, für die Wiederherstellung und den Schutz der Demokratie zu kämpfen. Plakate in der Stadt wie „Restore Democracy“ und „Hände weg von unseren persönlichen Daten“ verdeutlichten die Anliegen der Menschen.
In Paris nahmen fast 200 Demonstranten auf der Place de la République an einer Demonstration teil. Dort fand sogar eine Live-Performance von Bob Dylans „Masters of War“ statt. Die Plakate signalisierten eine tiefe Unzufriedenheit mit den US-Politiken, die auch als Bedrohung für internationale Beziehungen wahrgenommen werden. Slogans wie „Hände weg von Kanada“, „Hände weg von Grönland“ und „Hände weg von der Ukraine“ in London spiegelten die breite Kritik wider
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Die Proteste gegen Trump und Musk gelten als die größten seit dem Amtsantritt Trumps am 20. Januar. Obwohl die Teilnehmerzahlen hinter dem Women’s March 2017 zurückblieben, wo in Washington eine halbe Million Menschen versammelten, war das aktuelle Mobilisierungspotenzial dennoch beeindruckend. Rund 1.200 Demonstrationen waren in den USA geplant, auch in Kanada und Mexiko fanden Aktionen statt.
Die Vielzahl der Teilnehmerorganisationen reichte von Gewerkschaften bis hin zu Menschenrechtsgruppen und Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace. Die Proteste verdeutlichen ein wachsendes Gefühl der Unzufriedenheit mit der derzeitigen politischen Landschaft sowohl in den USA als auch auf internationaler Ebene.