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Beelitzer Spargel-Saison beginnt: Königin Maxi Hiemann im Anmarsch!

Am 5. April 2025 beginnt die Spargelsaison in Brandenburg. Erfahren Sie alles über den Anbau, die Sorten und die Bedeutung des Beelitzer Spargels sowie kulinarische Tipps zur Zubereitung.

Der Spargelanbau hat in Deutschland eine lange Tradition, und insbesondere die Region Beelitz ist bekannt für ihre hervorragenden Qualitätssorten. Der erste Spargel in Beelitz wurde 1861 von Karl Friedrich Wilhelm Herrmann gepflanzt. Seitdem hat sich der Spargelanbau in dieser Gegend stark entwickelt, und 2018 erhielt der Beelitzer Spargel sogar den EU-weiten Schutz als geografische Angabe. Dies unterstreicht die Bedeutung dieser Ernte nicht nur für die Region, sondern auch für ganz Deutschland.

Hierzulande ist Niedersachsen mit einer Ernte von 22.625 Tonnen im Jahr 2024 das wichtigste Spargellanbaugebiet, gefolgt von Brandenburg, dessen Landwirte 20.169 Tonnen produzierten. Diese Zahlen zeigen das immense Interesse und die Nachfrage nach diesem gesunden Gemüse, das im Frühjahr geerntet wird. In der Regel endet die Spargelsaison Ende Juni.

Der Anbau und seine Herausforderungen

Spargel ist für seine speziellen Anbaubedingungen bekannt. Ursprünglich wurde nur grüner Spargel kultiviert, während weiße Sorten im 17. Jahrhundert in Europa Einzug hielten. Diese entstehen durch Abdeckung der Pflanzen, um Sonnenlicht von ihnen fernzuhalten und somit die Bildung von Chlorophyll zu verhindern. Ein optimaler Anbau erfordert sorgfältige Planung, Begleitung und Pflege über mehrere Jahre.

Die Pflegemaßnahmen sind entscheidend, insbesondere in den ersten drei Jahren. In dieser Phase ist eine gute Nährstoffversorgung von zentraler Bedeutung für den späteren Ertrag der Pflanzen. Spargelpflanzen erreichen ihren Vollertrag erst ab dem dritten Standjahr, was bedeutet, dass Betreiber in dieser Zeit besonders auf die Düngung und Bewässerung achten müssen. Ein Mangel an Nährstoffen kann langfristige Ertragseinbußen nach sich ziehen.

  • Stickstoff: Wichtig für den Blattaufbau, sollte in den ersten drei Jahren in Mengen von 140-160 kg pro Hektar gegeben werden.
  • Phosphor: Essentiell für den Rhizomaufbau, wird in den ersten Jahren in hohen Mengen benötigt.
  • Kalium: Beeinflusst sowohl die Ertrag als auch die Qualität des Spargels.

Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Bewässerungssystemen, die für die Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts von Bedeutung sind. In der Jucker Farm in Rafz werden beispielsweise auf 20 Hektar Spargel kultiviert, wobei 16 Hektar mit Tropfbewässerung ausgestattet sind. Solche Systeme ermöglichen es, die Pflanzen während kritischer Wachstumsphasen optimal zu versorgen.

Nährwerte und gesundheitliche Vorteile

Spargel ist nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern auch gesundheitlich äußerst wertvoll. Er enthält unter anderem Folsäure, Kalium, Vitamin K, Vitamin C, Vitamin A und Eisen. Besonders hervorzuheben ist die Asparaginsäure, die eine harntreibende Wirkung hat und die Nierentätigkeit anregt. Neben seinen Vorzügen ist jedoch Vorsicht geboten: Bei übermäßigem Verzehr kann Spargel Gichtanfälle auslösen, bedingt durch den Gehalt an Purinen.

Ein interessanter Nebeneffekt des Spargelverzehrs ist der charakteristische Geruch des Urins, der ebenfalls durch Asparaginsäure verursacht wird. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teil der Faszination, die dieses Gemüse umgibt.

In diesem Jahr ist die Beelitzer Spargelkönigin Maxi Hiemann, die am 10. April ihren ersten öffentlichen Auftritt haben wird. Ihre Rolle wird dazu beitragen, das Bewusstsein und die Wertschätzung für das heimische Gemüse zu stärken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Spargelanbau in Deutschland, insbesondere in Brandenburg, eine bemerkenswerte Rolle spielt – sowohl in Bezug auf die Landwirtschaft als auch auf die kulinarische Kultur. Wie rbb24 feststellt, bleibt die Spargelernte eine wichtige Tradition, die sowohl Generationen von Landwirten als auch Liebhaber der Frucht erfreut.

Referenz 1
www.rbb24.de
Referenz 3
www.ufarevue.ch
Quellen gesamt
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