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Matcha-Tee vor Engpass: Kommt die grüne Krise aus Japan?

Steigende Nachfrage nach Matcha-Tee aus Japan könnte zu Engpässen führen. Mit dem Hype durch soziale Medien und den Klimawandel sind leere Regale und steigende Preise zu erwarten. Die bevorstehende Ernte bleibt ungewiss.

Die weltweite Nachfrage nach Matcha-Tee aus Japan könnte bald zu einem ernsthaften Engpass führen. Dies berichtet t-online.de. Immer mehr Verbraucher greifen zu diesem gesunden, grünen Tee, der auch in diversen Lebensmitteln wie Eis, Bonbons und Kaffee eingesetzt wird. Der Hype um Matcha wird nicht nur durch seine gesundheitlichen Vorteile, sondern auch durch die Verbreitung in sozialen Medien, insbesondere auf TikTok, angeheizt.

Wie kurier.at berichtet, haben Großhändler wie Ippodo und Marukyu Koyamaen bereits Höchstgrenzen für Bestellungen eingeführt, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Einige japanische Einzelhändler beklagen bereits leere Regale, da die Produktionszahlen nicht mit dem außergewöhnlichen Konsum mithalten können. Die neue Ernte hat begonnen, jedoch bleibt unklar, ob sie die vorherrschende Nachfrage decken kann.

Steigende Exporte und Globalisierung des Marktes

Der globale Markt für Matcha ist auf Wachstumskurs. Wie grandviewresearch.com feststellt, wird der Markt bis 2025 auf 2,26 Milliarden USD geschätzt. Dabei prognostiziert man eine jährliche Wachstumsrate von 4,7%. Dabei spielt auch die Zunahme an Exporten eine entscheidende Rolle: Im Jahr 2023 erzielte Japan mit seinem grünen Tee einen Exportwert von 36,4 Milliarden Yen, was einen Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Über die Hälfte des in Japan produzierten Matchas wird mittlerweile exportiert.

Die japanischen Bauern, deren Anzahl von 53.000 im Jahr 2000 auf 12.353 im Jahr 2020 gesunken ist, stehen vor der Herausforderung, den gestiegenen Bedarf zu decken. Viele der älteren Bauern haben Schwierigkeiten, Nachfolger zu finden, was die Zukunft der Matcha-Produktion gefährdet. Auch der Klimawandel wird als Bedrohung für die nachhaltige Erzeugung von Matcha angesehen. Zudem ist die Anpflanzung neuer Teesträucher ein zeitaufwendiger Prozess; bis zur ersten Ernte vergehen mindestens fünf Jahre.

Vielfältige Verwendung und Gesundheitsbewusstsein

Matcha hat sich als äußerst vielseitig erwiesen, nicht nur als Tee, sondern auch als Zutat in verschiedenen Rezepten, die von Lattes bis zu Desserts reichen. Der zunehmende Fokus auf Wellness, Fitness und gesunde Ernährung treibt den Konsum an. Besonders der hohe Gehalt an Antioxidantien und Vitaminen ist ein ausschlaggebender Faktor für viele Konsumenten. Dies führt dazu, dass Matcha zunehmend auch im Beauty-Sektor verwendet wird.

Im Jahr 2025 erwartet man eine spannende Teeerfahrung, wobei die Ernte im April beginnt. Diese könnte, sofern die Nachfrage anhält, die leeren Regale wieder auffüllen. Das Interesse an Matcha zeigt keine Anzeichen einer Abnahme, und die Prognosen deuten darauf hin, dass sich der Trend weiter verstärken könnte.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Matcha-Produktion und -Nachfrage vor einem Wendepunkt stehen. Wenn nicht mehr Maßnahmen zur Produktionserhöhung und zum Schutz der Teebauern ergriffen werden, könnte der beliebte Tee bald zur Mangelware werden.

Referenz 1
www.t-online.de
Referenz 2
kurier.at
Referenz 3
www.grandviewresearch.com
Quellen gesamt
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