
Ab 2026 wird Madrid wieder Schauplatz eines Formel-1-Rennens sein. Dies bestätigte die Stadtverwaltung in einer Ankündigung. Der neue Stadtkurs wird im Nordosten der Hauptstadt entstehen und ist 5,47 Kilometer lang, wobei er insgesamt 20 Kurven umfassen wird. Die voraussichtliche Rundenzeit wird auf 1:32 Minuten geschätzt. Allerdings muss die Strecke noch von der FIA genehmigt werden, bevor das Event in die Tat umgesetzt wird, wie derwesten.de berichtet.
Die Entscheidung, ein Formel-1-Rennen in Madrid auszurichten, wird jedoch von Bedenken hinsichtlich der Lärmbelästigung überschattet. Anwohner in der Nähe des geplanten Streckenlayouts, das sich teilweise nur 40 bis 500 Meter von Wohngebieten entfernt erstreckt, könnten durch die enormen Geräusche des Rennens betroffen sein. Um dem entgegenzuwirken, prüfen Experten der Madrider Regierung verschiedene Maßnahmen zur Lärmreduzierung, darunter die vorübergehende Umsiedlung von Anwohnern. Dies wurde in einem Bericht von gpblog.com thematisiert.
Lärmschutzmaßnahmen im Fokus
Der Generaldirektor der Strategien und Luftqualität in Madrid hat vorgeschlagen, die geltende Schallgrenze von 80 Dezibel für das Rennen vorübergehend auszusetzen. Die Maßnahmen, die in Betracht gezogen werden, umfassen unter anderem das Anbringen von Schallschutzwänden oder eine Umgestaltung des Layouts der Strecke, um die Hauptgerade weiter von nahegelegenen Wohngebieten zu verlagern. Eine endgültige Entscheidung über diese Maßnahmen wird in den kommenden Wochen erwartet.
Ein Rennwochenende umfasst in Madrid insgesamt 13 Stunden, die sich über Trainings, Qualifying und das Rennen selbst erstrecken. Besondere Herausforderungen gehen jedoch über die Renndauer hinaus, da die bevorstehenden Events auch mit großen Menschenmengen und zusätzlichen Aktivitäten verbunden sind, die die Anwohner weiter belasten könnten, wie gpblog.com hervorhebt.
Zukunft des Formel-1-Geschäfts
Das große Interesse an diesen neuen Rennstrecken wird auch durch andere globale Entwicklungen im Formel-1-Zirkus beeinflusst. So schaut Osaka, Japan, auf eine mögliche Zusage für ein eigenes Rennen, während die Zukunft des Rennens in Suzuka ungewiss ist. Die Stadt Osaka hat bereits Kontakt zu Formel-1-Mitarbeitern aufgenommen, um die Möglichkeiten eines neuen Rennens zu prüfen, wie formel1.de berichtet.
Madrid wird für eine Mindestdauer von zehn Jahren einen Platz im Formel-1-Kalender sichern. Unterdessen bleibt abzuwarten, inwiefern die Finanzierung und die Planung in Osaka realisiert werden, wo bereits Ideen für ein Hybrid-Rennen auf der Insel Yumeshima im Spiel sind.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Herausforderungen und Chancen zu klären, die Madrid als Gastgeber für das Formel-1-Rennen bietet.