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Rita Sevastjanova gewinnt Südwestmetall-Förderpreis für KI-Forschung!

Rita Sevastjanova von der Universität Konstanz erhält 2025 den Südwestmetall-Förderpreis für ihre innovative Dissertation zu KI-Sprachmodellen. Ihre Arbeit verbessert das Verständnis kontextueller Einbettungen und unterstützt die Auswahl geeigneter Sprachmodelle.

Rita Sevastjanova, eine talentierte Nachwuchswissenschaftlerin, wurde mit dem renommierten Südwestmetall-Förderpreis 2025 ausgezeichnet. Dies berichtet die Universität Konstanz. Sie ist eine von neun Forschenden aus Baden-Württemberg, die für herausragende Dissertationen in ihrer Fachrichtung geehrt wurden. Sevastjanova, die derzeit als Postdoktorandin im „Interactive Visualization and Intelligence Augmentation (IVIA)“ Labor der ETH Zürich tätig ist, erhielt den Preis für ihre Dissertation mit dem Titel „Interactive Visual Investigation of Word Embedding Contextualizations in Large Language Models“.

Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem besseren Verständnis von großen KI-Sprachmodellen, insbesondere den GPT-Modellen. Dabei hat sie grafische Analyseansätze entwickelt, um die sogenannten „kontextuellen Einbettungen“ zu untersuchen. Diese mathematischen Repräsentationen von Wörtern passen sich je nach sprachlichem Zusammenhang an. Ihre visuellen Methoden bieten eine wertvolle Entscheidungshilfe für Nutzer, die Sprachmodelle basierend auf ihren individuellen Präferenzen auswählen möchten. Der Südwestmetall-Förderpreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, wird jährlich für relevante Dissertationen verliehen und die Nominierung erfolgt durch die jeweiligen Universitäten. Die Preisübergabe erfolgte durch den Vorsitzenden von Südwestmetall, Dr. Joachim Schulz.

Auszeichnung als Teil einer breiteren Initiative

Die Auszeichnung von Sevastjanova ist Teil einer größeren Initiative des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, der in einer Pressemitteilung anlässlich der Preisverleihungen die Wichtigkeit der nachhaltigen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses betont hat. In diesem Jahr wurden insgesamt acht Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Universitäten in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Laut Südwestmetall wird der Förderpreis seit 35 Jahren verliehen und ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Der Vorsitzende Dr. Joachim Schulz hob die Herausforderungen hervor, denen junge Forschende gegenüberstehen, insbesondere im Hinblick auf technologische Umbrüche und den demografischen Wandel.

Staatssekretär Arne Braun wies auf die wichtige Rolle hin, die diesen jungen Forschenden in gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen zukommt, und betonte die Notwendigkeit eines starken Zusammenwirkens von Wissenschaft und Wirtschaft. Der Arbeitgeberverband fordert eine zuverlässige und krisenfeste Finanzierung des Hochschulsystems, um qualitativ hochwertige Forschung und Lehre sicherzustellen.

Einblicke in weitere Forschungsarbeiten

Die ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftler und ihre Dissertationsthemen illustrieren die Vielfalt der Forschung, die für die industrielle Arbeitswelt und die sozialpolitischen Rahmenbedingungen von Bedeutung ist. Hier sind einige weitere Preisträger und ihre Themen:

Name Universität Dissertationsthema
Dr. Niklas Goby Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Deep Reinforcement Learning in Operations Management Concepts and Application
Dr. Johannes U. Dahlke Universität Hohenheim Flooding the Landscape of Knowledge: Perspectives on Transitions to Artificial Intelligence in Industry
Dr. Ali Riza Durmaz Karlsruher Institut für Technologie Experimental and Data-driven Workflows for Microstructure-based Damage Prediction
Dr. Felix Petersen Universität Konstanz Learning with Differentiable Algorithms
Dr. Aline Lanzrath Universität Mannheim Talent- und Diversitätsmanagement im Vertrieb: Eine empirische Untersuchung der Erfolgsfaktoren für die Gewinnung und Bindung von Vertriebstalenten
Dr. Kathrin Pollmann Universität Stuttgart A Human-Centered Pattern Approach to Comprehensible and Pleasant Behavioral Expressions for Social Robots
Dr. Michael Niemeyer Eberhard Karls Universität Tübingen Neural Scene Representations for 3D Reconstruction and Generative Modeling
Dr. Franziska Babel Universität Ulm Derivation and Evaluation of Psychological Conflict Resolution Strategies for Autonomous Service Robots

Die Forschungsarbeiten, die von den Preisträgern präsentiert wurden, weisen nicht nur einen Schwerpunkt auf KI und Technologie aus, sondern spiegeln auch die aktuellen Herausforderungen und Chancen wider, die sich in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie ergeben. Angesichts der dynamischen Veränderungen in der Branche ist die Auszeichnung eine Anerkennung für den Einfluss, den diese Forschungen auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche haben können. Dies wird auch von der Fraunhofer-Gesellschaft unterstrichen, die in ihrem Bericht über aktuelle Entwicklungen in der KI-Forschung betont, dass die Integration von KI in die Praxis wesentliche Fortschritte in zahlreichen Sektoren ermöglicht. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich auf der Fraunhofer-Webseite.

Referenz 1
www.uni-konstanz.de
Referenz 2
www.suedwestmetall.de
Referenz 3
www.iuk.fraunhofer.de
Quellen gesamt
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