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DAX stürzt dramatisch ab: Handelskrieg-Angst lässt Anleger fliehen!

Ängste vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China haben zu einem dramatischen Rückgang der Börsen geführt. DAX fiel um 5,2 Prozent, während die Wall Street den größten Tagesverlust seit der Corona-Krise verzeichnete.

Die weltweiten Finanzmärkte stehen unter erheblichem Druck, da die Sorge über einen potenziellen Handelskrieg zwischen den USA und China erheblich wächst. Am 4. April 2025 kam es zu einem drastischen Kurssturz an der Börse, nachdem China angekündigt hatte, ab dem 10. April Zölle von 34 Prozent auf alle US-Waren zu erheben. Diese Reaktion geschieht als Antwort auf die von US-Präsident Trump eingeführten Zölle, die auf 10 Prozent für importe aus aller Welt, 20 Prozent für die EU und 34 Prozent für China festgelegt wurden. Laut Tagesschau führte diese Entwicklung dazu, dass der DAX am Vormittag um bis zu 5,2 Prozent fiel und somit mehr als 1.000 Punkte verlor.

Nicht nur der DAX litt unter den globalen Turbulenzen, auch die Wall Street verzeichnete massive Einbußen. Der Dow-Jones-Index fiel um 2,7 Prozent auf 39.460 Punkte, während der S&P 500 um 3,1 Prozent auf 15.989 Punkte und die Nasdaq um 3,5 Prozent auf 15.973 Punkte nachgaben. Experten warnen bereits vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen und einer drohenden globalen Rezession, nachdem ähnliche Rückgänge zuletzt beim Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 zu beobachten waren.

Marktentwicklungen und Reaktionen

Die wöchentlichen Verluste summierten sich im DAX auf gut 7,5 Prozent. Zudem fiel der MDAX um mehr als 5 Prozent und der EuroStoxx 50 um 3,5 Prozent. Diese dramatischen Rückgänge trugen dazu bei, dass die Börsen auf einen Bärenmarkt zusteuern, wobei die Allzeithochs inzwischen mehr als 20 Prozent entfernt sind. Anleger weltweit verkauften ihre Papiere, was infolge der Unsicherheit letztlich zu einem massiven Anstieg der Nachfrage nach risikoärmeren Anlagen führte. Die Kurse deutscher Staatsanleihen stiegen, während die Rendite der zehnjährigen Bonds auf 2,537 Prozent fiel, den niedrigsten Stand seit November 2022. Dies berichtet n-tv.

Die Rohstoffmärkte verzeichnen ebenfalls Rückgänge. Die Ölpreise fielen stark, mit Brent-Öl, das um 8,5 Prozent auf 64,21 Dollar fiel, und WTI-Öl, das um 9,1 Prozent auf 60,84 Dollar zurückging. Angesichts dieser turbulenten Märkte besorgten sich Anleger defensive Werte, insbesondere Nahrungsmitteltitel, wie etwa Danone, das um über 2 Prozent zulegte.

Vorbereitungen und strategische Investitionen

Unternehmensstrategien werden ebenfalls von den globalen Entwicklungen beeinflusst. Beispielsweise investiert Mercedes-Benz in eine neue nachhaltige Lackieranlage in Sindelfingen. Volkswagen plant, 580 Millionen Dollar in ein neues Werk in Argentinien für den Amarok-Pick-up zu investieren. Zudem genehmigte das Bundeskartellamt ein Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall, KNDS und Thales zur Entwicklung eines neuen Kampfpanzers.

Auch im Bankensektor ist die Unsicherheit spürbar. So führt die Deutsche Bank im DAX mit Verlusten von über 11 Prozent die Verliererliste an, während die Commerzbank um 9,3 Prozent nachgab. Der europäische Bankenindex fiel um bis zu 9 Prozent, mit dem britischen Bankenmarkt, der fast 5 Prozent und dem japanischen Index, der um 11,6 Prozent nachgab. Laut LGT wird die globale Wirtschaftslandschaft weiterhin durch diese Entwicklungen belastet, die erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft mit sich bringen können.

Insgesamt ist die Stimmung am Markt angespannt. Die Entwicklungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China haben die Märkte in einen unruhigen Zustand versetzt, was zu einem wesentlichen Rückgang der Anlegervertraus versprach, und die Sorge um eine anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit nimmt zu.

Referenz 1
www.tagesschau.de
Referenz 2
www.n-tv.de
Referenz 3
www.lgt.com
Quellen gesamt
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