
Am 5. Januar 2025 verkündet Olaf Scholz das Ende der Ampel-Koalition, was in der politischen Landschaft Deutschlands für Aufregung sorgt. Bereits am 23. Februar 2025 sind in Deutschland vorgezogene Bundestagswahlen angesetzt. Eine aktuelle Umfrage, durchgeführt im Auftrag der Welt von YouGov, zeigt die aktuellen Präferenzen der Wähler für verschiedene Koalitionen.
Die Union, angeführt von Kanzlerkandidat Friedrich Merz, liegt in den Umfragen deutlich vorn. Während 74 Prozent der Befragten eine Deutschland-Koalition aus Union, SPD und FDP ablehnen, wird eine Große Koalition zwischen CDU/CSU und SPD eher skeptisch betrachtet. Nur 41 Prozent bewerten diese positiv, während 50 Prozent eine negative Meinung haben. Immerhin 28 Prozent der Wähler könnten sich ein Bündnis zwischen Union und FDP vorstellen.
Koalitionsvorlieben und Wählermeinungen
Die Umfrage bestätigt zudem, dass 26 Prozent der Befragten eine Schwarz-Grüne Koalition positiv bewerten, wobei 64 Prozent diese Form der Zusammenarbeit ablehnen. Bemerkenswert ist, dass sich 72 Prozent der Grünen-Wähler eine Kooperation mit der Union wünschen. Hingegen unterstützen nur 29 Prozent der Unions-Anhänger eine solche Zusammenarbeit.
Von den Wählern der SPD und FDP wünschen sich 68 Prozent beziehungsweise 67 Prozent eine Zusammenarbeit mit der Union. Besonders auffällig ist das Meinungsbild unter den jüngeren Wählern im Alter von 18 bis 29 Jahren: Hier sind 37 Prozent für eine Kenia-Koalition (Union, SPD, Grüne) oder eine Schwarz-Grüne Koalition.
Laut weiteren Umfragen, die vom ZDF-Politbarometer durchgeführt wurden, ist die Union mit Abstand die populärste Partei. Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass CDU und CSU deutlich vor AfD, SPD und Grünen liegen, während die FDP und die Linke voraussichtlich nicht im Bundestag vertreten sein werden. Erstaunlich ist, dass 53 Prozent der Befragten unsicher sind, welche Partei die stärkste aus der Wahl hervorgehen wird.
Wahlkampf-Themen und Kandidatenbewertung
Der derzeitige Abstand zwischen der Union und der SPD beträgt 16 Punkte. Olaf Scholz, der sich als Kanzlerkandidat bewirbt, wird von vielen Befragten negativ bewertet und gilt als unbeliebt. Besonders wichtig sind den Wählern die Themen Wirtschaft, Migration, Energie und Klima, die den Wahlkampf maßgeblich prägen werden.
Die Umfragen, die auf einem repräsentativen Sampling basieren, werden von der Forschungsgruppe Wahlen mit einer Auswahl von circa 1.250 Wahlberechtigten durchgeführt. Diese Erhebungen sind Momentaufnahmen des politischen Meinungsbildes und unterliegen einem statistischen Fehlerbereich von bis zu +/- zwei Prozentpunkten.
Die Entwicklungen in der deutschen Politik deuten darauf hin, dass die bevorstehenden Wahlen erhebliche Veränderungen mit sich bringen könnten. Die politische Stimmung ist angespannt, und die Wähler haben klare Präferenzen. Dies zeigt sich auch in der Analyse von Merkur, Spiegel und ZDF.