BildungBrandenburgBremenDeutschlandGesellschaftHamburgNordrhein-WestfalenPolitikRheinland-PfalzSchleswig-HolsteinStatistikenThüringen

AfD: Frauenanteil auf Landeslisten bricht mit nur 11,3 Prozent ein!

Am 9. Januar 2025 zeigt sich der erschreckend niedrige Frauenanteil auf den AfD-Landeslisten zur Bundestagswahl. Mit nur 11,3 Prozent bleibt die Gleichstellung in der Politik eine dringliche Herausforderung.

Die aktuellen Landeslisten der Alternative für Deutschland (AfD) für die kommende Bundestagswahl zeigen einen besorgniserregenden Trend: Der Frauenanteil beträgt nur 11,3 Prozent. Dies geht aus einer Analyse der Listen zur Wahl am 23. Februar hervor, die deutlich macht, dass die AfD in puncto Geschlechterverteilung stark hinter anderen politischen Parteien zurückbleibt. Auf den Listen stehen insgesamt 205 Männer und lediglich 26 Frauen, was die geringe Repräsentation verdeutlicht.

Besonders alarmierend ist, dass gleich drei Landesverbände – Brandenburg, Bremen und Thüringen – keine weiblichen Kandidatinnen auf ihren Listen führen. Weitere Bundesländer wie Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein haben nur eine Frau in den Reihen ihrer Liste. Nordrhein-Westfalen verzeichnet die tiefste Frauenquote: Hier sind 39 Männer und nur eine Frau aufgeführt. Rheinland-Pfalz hingegen hebt sich positiv hervor, da hier jede vierte Person auf der Liste eine Frau ist.

Die Situation im Bundestag

Die gegenwärtige AfD-Bundestagsfraktion hat insgesamt 76 Abgeordnete, darunter nur 9 Frauen, was einem Frauenanteil von 11,8 Prozent entspricht. Dies steht im krassen Gegensatz zu dem über einem Drittel, den Frauen im gesamten Bundestag ausmachen. Diese Statistiken unterstreichen die anhaltende Problematik der Geschlechterungleichheit in der politischen Vertretung in Deutschland.

Die Diskussion um die Gleichstellung von Frauen in der Politik hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Trotz zahlreicher Initiativen und gesetzlicher Bestimmungen, wie dem Parité-Gesetz in Brandenburg und Thüringen, stagniert der Frauenanteil im Deutschen Bundestag seit über 20 Jahren bei etwa einem Drittel. Dies zeigt, dass es noch erhebliche Herausforderungen zu bewältigen gibt, um eine gleichberechtigte Repräsentation zu erreichen. Häufig bleibt die Diskussion über Paritätsgesetze zu oberflächlich, obwohl sie für eine gleichberechtigte Gesellschaft unabdingbar sind, wie bundesstiftung-gleichstellung.de betont.

Kritik an der Politik der AfD

Der geringe Frauenanteil innerhalb der AfD hat auch die Aufmerksamkeit anderer politischer Akteure auf sich gezogen. Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil äußerte sich besorgt über die gesellschaftlichen Herausforderungen, die insbesondere alleinerziehende Frauen betreffen, und wies auf den Bedarf an fairnessgerechter Unterstützung hin, wie etwa beim Bürgergeld. Die Rückmeldungen zeigen, dass die Politik der AfD nicht nur in puncto Geschlechtergerechtigkeit, sondern auch in sozialpolitischen Aspekten kritisch bewertet wird.

Die Daten und Berichte über die Frauenanteile in der Politik, die von Institutionen wie dem Bundesministerium des Innern und der Bundeszentrale für politische Bildung stammen, verdeutlichen die Notwendigkeit eines Umdenkens in der politischen Landschaft. Während der Frauenanteil in den Landesparlamenten und bei den politischen Parteien untersucht wird, zeigt der Fall der AfD deutlich, dass es hier noch einen langen Weg bis zur Angleichung gibt. t-online.de berichtet, dass nur jeder zehnte Kandidat für die Bundestagswahl eine Frau ist, was diese Problematik weiter unterstreicht.

Referenz 1
www.ln-online.de
Referenz 2
www.t-online.de
Referenz 3
www.bundesstiftung-gleichstellung.de
Quellen gesamt
Web: 12Social: 88Foren: 23