
Aktuell sorgt ein Rückruf eines beliebten Schokoladenprodukts für Besorgnis. Die „Way To Go – Salted Caramel Vollmilchschokolade“ in der 180g-Packung wurde in Deutschland zurückgerufen. Grund dafür sind Salmonellen, die in einer Untersuchung nachgewiesen wurden. Der Hersteller Ludwig Weinrich hat bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen und das Produkt aus dem Verkauf genommen, wie remszeitung.de berichtet.
Die betroffene Charge trägt die Kennzeichnung L25083a, und das Mindesthaltbarkeitsdatum wurde auf den 19. Februar 2026 datiert. Dieser Rückruf betrifft insbesondere Lidl-Filialen in verschiedenen Bundesländern, darunter Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Risiken durch Salmonellen
Salmonellen sind Bakterien, die häufig Magen- und Darmerkrankungen auslösen können. Besonders gefährdet sind bestimmte Personengruppen. Dazu zählen Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, Senioren sowie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Daher ist es wichtig, dass Kunden diesen Rückruf ernst nehmen und das betroffene Produkt nicht verzehren.
Zusätzlich ist bemerkenswert, dass Salmonellen nicht nur in Schokolade, sondern auch in vielen anderen Lebensmitteln vorkommen können. Laut einer Jahresstatistik des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wurden im Jahr 2023 insgesamt 308 Rückrufe veröffentlicht. Bei rund einem Drittel dieser Rückrufe waren mikrobiologische Kontaminationen der Grund, wobei Salmonellen mit 35 Meldungen die häufigste Ursache darstellten, wie food-monitor.de schildert.
Ursachen und Maßnahmen
Die Verunreinigung von Lebensmitteln mit Mikroorganismen kann durch verschiedene Faktoren geschehen. Diese reichen von lebenden Nutztieren über den Schlachtprozess bis hin zu Ernte, Herstellung und Verarbeitung. Verpflichtungen zur Sicherstellung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Lebensmitteln liegen in der Verantwortung der Hersteller und Vertreiber.
Die Anzahl der Rückrufe bleibt im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr stabil, was darauf hinweist, dass Unternehmen ihrer gesetzlichen Meldepflicht nachkommen. Zudem ermöglichen verbesserte Analyse- und Testmethoden die frühzeitige Entdeckung auch geringster Verunreinigungen. Für die Zukunft plant das BVL, eine Neuentwicklung des Portals lebensmittelwarnung.de einzuführen, die im Sommer 2024 online gehen soll. Zudem wird eine neue App angeboten, die Meldungen bequem über Smartphones abrufbar macht.