
Die USA gelten nach wie vor als eines der attraktivsten Reiseziele für Deutsche. Städte wie New York, Los Angeles, Philadelphia und San Francisco ziehen Touristen aus der ganzen Welt an. Doch die aktuelle politische Lage in den Vereinigten Staaten hat in letzter Zeit zu vermehrten Problemen bei der Einreise geführt. Berichte über Einreiseverweigerungen, Festnahmen und Abschiebehaft für Urlauber aus Deutschland und der EU häufen sich. In Anbetracht dieser Entwicklungen hat das Auswärtige Amt die Reisehinweise erheblich verschärft.
Besonders seit Ende Januar 2025 sind die neuen Bestimmungen für die ESTA-Registrierung in Kraft. Reisende müssen nun ihr Geschlecht gemäß dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, angeben. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Rahmens, der darauf abzielt, die Einreise in die USA zu kontrollieren. Jeder Reisende benötigt ein gültiges Visum oder eine ESTA-Genehmigung, die jedoch keine Garantie für die Einreise darstellt. Letztendlich entscheiden die US-Grenzbeamten, ob jemand einreisen kann oder nicht.
Erhöhte Risiken für Reisende
Die Sicherheitslage in den USA verschärft sich. Berichte über Festnahmen deutscher Staatsbürger, darunter mindestens drei Personen, haben das Auswärtige Amt dazu veranlasst, die Reisehinweise zu aktualisieren. Die Vorfälle zeigen, dass Vorstrafen oder falsche Angaben zum Aufenthaltszweck zu ernsten Konsequenzen wie Festnahme und Abschiebehaft führen können. Ein Fall eines deutschen Staatsbürgers, der mehr als eine Woche in Haft war, wirft einen Schatten auf die gegenwärtige Einreisepolitik.
Reisenden wird geraten, umfangreiche Nachweise über Rück- oder Weiterreise mitzuführen und sich über die Einreisevoraussetzungen bei den zuständigen US-Auslandsvertretungen zu informieren. Auch empfehlenswert ist die Eintragung in die Krisenvorsorgeliste „Elefand“, damit Behörden im Notfall Kontakt zu den Reisenden aufnehmen können.
Prävention und Sicherheit
Das Auswärtige Amt hebt hervor, dass Reisende sich auch hinsichtlich der allgemeinen Sicherheitslage und potenzieller gesundheitlicher Risiken vorbereiten sollten. Terroressourcen könnten weiterhin eine Bedrohung darstellen, weshalb eine grundlegende Vorsicht angeraten ist. Zudem wird geraten, Menschenansammlungen zu meiden und den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte Folge zu leisten. Auch das Risiko von Gewaltdelikten in Großstädten ist nicht zu unterschätzen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Umwelt- und Klimarisiken in den USA. Naturkatastrophen wie Busch- und Waldbrände können vor allem in den Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington von Juni bis Dezember auftreten. Zudem ist die Hurrikan-Saison in den südlichen États von Mai bis November aktiv.
Reisende sollten sich zudem über strafrechtliche Vorschriften im Land informieren. Die Gesetze zu Drogen, Alkohol und Abtreibung sind in den USA strenger als in vielen europäischen Ländern, und Verstöße können mit hohen Strafen geahndet werden.
Insgesamt ist es für deutsche Touristen unerlässlich, sich diese Hinweise zu Herzen zu nehmen und gut vorbereitet in die USA zu reisen. Während unverhoffte Erlebnisse ein Teil jeder Reise sind, können die veränderten Rahmenbedingungen in den USA bahnbrechende Änderungen für Urlaubsreisen bedeuten. Umso wichtiger ist es, sich vorab über die aktuellen Bestimmungen und Sicherheitsvorkehrungen im Klaren zu sein.