
In der Nacht zum Montag, den 6. Januar 2025, wurde eine 20-jährige Frau in einem Parkhaus am Börsenplatz in Stuttgart Opfer sexueller Belästigung. Der Vorfall ereignete sich gegen 02:45 Uhr, als die Frau bemerkte, dass ein unbekannter Mann ihr folgte. Nachdem sie in ihr Auto eingestiegen und die Türen verriegelt hatte, trat der Mann an ihr Beifahrerfenster heran und begann, vor ihr zu onanieren. Die Frau reagierte umgehend, indem sie das Fahrzeug verließ und sich mit der Polizei in Verbindung setzte, um Anzeige zu erstatten, berichtet die ZVW.
Der Täter wird als männlich, etwa 20 bis 25 Jahre alt und circa 175 cm groß beschrieben. Er hat eine dunkle Hautfarbe und trägt einen Kinnbart. Für den Vorfall war der Mann mit einer schwarzen Jogginghose mit weißen Streifen sowie einem schwarzen Kapuzenpulli bekleidet. Die Polizei hat nach Zeugen gesucht, die Informationen zu dem Vorfall oder dem mutmaßlichen Täter geben können, und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 071189905778, fügt die Presseportal hinzu.
Steigende Zahlen sexueller Übergriffe
Der Vorfall in Stuttgart ist Teil eines besorgniserregenden Trends, der in Deutschland zu beobachten ist. Laut Statistiken steigt die Zahl der Sexualstraftaten kontinuierlich an. Im Jahr 2023 erreichte die Zahl der polizeilich erfassten Fälle mit rund 126.000 einen neuen Höchststand, so Statista. Besondere Aufmerksamkeit sollte den mehr als 12.200 erfassten Fällen von Vergewaltigung und sexueller Nötigung geschenkt werden, die ebenfalls einen Rekordwert darstellen.
Die Daten zeigen, dass vor allem junge und jugendliche Frauen betroffen sind. 83,4 Prozent der erfassten Fälle konnten aufgeklärt werden, wobei häufig jugendliche oder junge Männer als Tatverdächtige identifiziert werden. Diese Entwicklungen erfordern dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und zur Unterstützung der Opfer1.
Die Polizei in Stuttgart hofft, mithilfe der Öffentlichkeit weitere Informationen zu dem Vorfall zu erhalten. Es ist wichtig, das Bewusstsein für sexuelle Belästigung zu schärfen und potenziellen Opfern zu demonstrieren, dass sie in solchen Situationen nicht allein sind und sich jederzeit an die Behörden wenden können.